Mitarbeiterdarlehen – Chef, ich leihe dir Geld!

In Zeiten, wo Banken den Geldhahn zudrehen und es vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen immer schwieriger wird, an günstige Kredite zu kommen, denken immer mehr Unternehmen an alternative Finanzierungsmöglichkeiten.

Eine von Banken unabhängige Form der Unternehmensfinanzierung ist das Mitarbeiterdarlehen. Das Unternehmen leiht sich dabei Geld von seinen eigenen Angestellten. Im Gegenzug erhalten die Mitarbeiter für Ihr zur Verfügung gestelltes Geld Zinsen. Diese können entweder fest oder auch variabel – und damit abhängig vom Unternehmenserfolg – sein. Der positive Nebeneffekt: Wer vom Unternehmenserfolg profitiert, ist in der Regel motivierter und leistet auch mehr.

Eine andere Variante ist das Genussrecht. Beschäftigte, die ihrem Arbeitgeber Geld leihen, kommen in den Genuss einer jährlichen Gewinnbeteiligung. Die Mitarbeiter sind also keine Gesellschafter und haben daher auch keine Mitbestimmungsrechte, werden jedoch am Gewinn des Unternehmens beteiligt. Auch das steigert das unternehmerische Denken der Mitarbeiter und die Motivation.

In Deutschland sind solche Finanzierungsmodelle aktuell noch nicht so stark verbreitet, doch immerhin sind es schon mehr Unternehmen als noch vor zwei Jahren, so Heinrich Beyer, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Partnerschaft in der Wirtschaft (AGP).

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