Weihnachtseinkäufe: Achtung! Kauf auf Pump beim Händler kostet bis zu 15,9 % Zinsen

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Der Startschuss für das Weihnachtsgeschäft ist gefallen. In der letzten Woche fand der Singles Day statt, in der kommenden Woche folgt der Black Friday. Der Handel wirbt zu diesen Anlässen massiv mit Rabatten. Damit dem Umsatz nichts im Weg steht, bieten 14 der 20 umsatzstärksten Onlinehändler aktuell eine oder mehrere Möglichkeiten zur Finanzierung oder Ratenzahlung an. Das zeigt eine Erhebung des Kreditportals smava. (1) Für eine Finanzierung werden Kunden in der Regel vom Händler an eine Bank vermittelt. Ratenzahlungen werden meist direkt mit dem Händler vereinbart. Beides lässt sich oftmals direkt im Rahmen des Kaufprozesses abschließen. Für den Kunden ist das bequem, aber häufig auch teuer. Denn es fällt ein effektiver Jahreszins von bis zu 15,9 Prozent an. Bevor Weihnachtsgeschenke auf Pump gekauft werden, sollten Verbraucher daher die Konditionen genau prüfen.

 

Finanzierungen über den Händler kosten bis zu 15,9 Prozent

In der Regel läuft die Finanzierung über eine Bank, die mit dem Händler kooperiert. Wie bei jeder Finanzierung sollte man die Konditionen vor Abschluss genau prüfen. Das gilt insbesondere für solche Finanzierungen, die über eine Kreditkarte abgewickelt werden. Denn der anfängliche Zinssatz für die Finanzierung gilt meist nur für einen begrenzten Zeitraum und nur für den ersten Einkauf. Wird der Kreditbetrag in diesem begrenzten Zeitraum nicht zurückgezahlt, fallen Zinsen bis zu 15,9 Prozent an. Das gilt in aller Regel auch dann, wenn die Kreditkarte für weitere Einkäufe genutzt wird. Bevor man eine Finanzierung über eine Kreditkarte abschließt, sollte man daher genau durchrechnen, ob sich der Kaufbetrag innerhalb des Zeitraumes mit dem anfänglichen Zinssatz abbezahlen lässt. Zudem sollte die Kreditkarte nicht für weitere Käufe genutzt werden.

 

Ratenzahlungen kosten bis zu 15,4 Prozent

Ratenzahlungen werden in vielen Fällen direkt mit dem Händler vereinbart. Die Händler berechnen dafür in der Regel eine Gebühr, die bis zu 0,67 Prozent des Einkaufswertes beträgt. Das klingt wenig. Tatsächlich entsprechen diese Gebühren allerdings einem effektiven Jahreszins von bis zu 15,4 Prozent. Es lohnt sich daher zu prüfen, ob es nicht eine günstigere Finanzierungsmöglichkeit gibt.

 

Konditionen und Kosten vor Abschluss prüfen

 

Alexander Artopé, Mitgründer und Geschäftsführer von smava

Alexander Artopé, Mitgründer und Geschäftsführer von smava

„Vergängliche Konsumgüter wie Geschenke sollte man generell nicht finanzieren. Wer es dennoch vorhat, sollte gut prüfen, wie teuer oder günstig die Finanzierungsmöglichkeiten des Händlers sind“, sagt Alexander Artopé, Geschäftsführer von smava.

 

Kreditvergleichsportale geben eine gute Orientierung. Sie zeigen wie viel die Finanzierung mit einem klassischen Ratenkredit kosten würde. Mit diesem Wissen können sich Verbraucher für eine günstige Finanzierungsmöglichkeit entscheiden.

 

Datenquellen

(1) EHI Retail Institute: Top 100 umsatzstärkste Onlineshops in Deutschland (zuletzt abgerufen am 04.11.2020)