Ein Girokonto mit Prämie kann sich lohnen – doch Startguthaben oder Neukundenboni sind meist an Bedingungen geknüpft. Dazu zählen etwa ein Mindestgeldeingang, eine aktive Kontonutzung oder bestimmte Transaktionen.

Ein Girokonto mit Prämie kann sich lohnen – doch Startguthaben oder Neukundenboni sind meist an Bedingungen geknüpft. Dazu zählen etwa ein Mindestgeldeingang, eine aktive Kontonutzung oder bestimmte Transaktionen.
Bei einem Girokonto mit Prämie erhalten Neukunden unter bestimmten Voraussetzungen eine Geld- oder Sachleistung für die Eröffnung oder Nutzung eines neuen Kontos. Die Bezeichnungen unterscheiden sich je nach Bank. Häufig ist von einer Neukundenprämie, einem Startguthaben, Willkommensbonus oder einer Kontowechsel-Prämie die Rede.
Entscheidend ist jedoch nicht die Bezeichnung, sondern die Teilnahmebedingungen. Ein Bonus von beispielsweise 100 Euro kann an mehrere Voraussetzungen geknüpft sein. So kann die Bank verlangen, dass das Konto innerhalb eines bestimmten Zeitraums eröffnet wird, dass zuvor keine Geschäftsbeziehung bestanden hat oder dass das Konto über mehrere Monate aktiv genutzt wird. Solche Bedingungen unterscheiden sich von Aktion zu Aktion.
Ein Girokonto mit hoher Prämie ist deshalb nicht automatisch das günstigste Konto. Wenn später hohe Kontoführungsgebühren anfallen oder ein schwer erreichbarer Mindestgeldeingang erforderlich ist, kann der finanzielle Vorteil schnell geringer ausfallen. Rechnen Sie deswegen die Prämie immer gegen die möglichen Gesamtkosten des Kontos. Ein dauerhaft günstiges Girokonto kann langfristig mehr wert sein als ein einmaliger Bonus.
Die konkreten Bedingungen legt jede Bank selbst fest. Dennoch tauchen bei vielen Aktionen ähnliche Anforderungen auf.
Die Auszahlung erfolgt häufig nicht unmittelbar nach der Kontoeröffnung. Banken knüpfen den Bonus oft an eine bestimmte Nutzungsdauer oder daran, dass alle Bedingungen vollständig erfüllt wurden. Je nach Angebot kann die Auszahlung nach wenigen Wochen, nach mehreren Monaten oder erst nach Ablauf eines längeren Prüfzeitraums erfolgen.
So können Fristen von drei, sechs oder zwölf Monaten vorkommen. Das bedeutet: Wer eine Prämie erwartet, sollte nicht nur auf den Tag der Kontoeröffnung schauen. Entscheidend ist häufig der Zeitpunkt, zu dem die letzte erforderliche Bedingung erfüllt wurde.
Die Bank verlangt:
Wenn die letzte Bedingung erst Ende April erfüllt ist, beginnt eine mögliche Auszahlungsfrist unter Umständen erst danach.
Eine Bank kann eine Prämie an Bedingungen knüpfen, die über die Kontoeröffnung hinausgehen. Dazu kann gehören, dass das Konto für eine bestimmte Zeit aktiv genutzt werden muss. Teilnahmebedingungen können außerdem vorsehen, dass eine Prämie zurückgefordert wird, wenn das Konto innerhalb eines bestimmten Zeitraums geschlossen wird. Für Verbraucher ist dabei ein Unterschied wichtig: Das Girokonto selbst kann grundsätzlich gekündigt werden, während die Teilnahmebedingungen einer Prämienaktion gleichzeitig Folgen für einen bereits erhaltenen Bonus vorsehen können.
Deshalb sollten Sie vor einer Kündigung prüfen:
Kündigen Sie ein Prämienkonto nicht unmittelbar nach der Auszahlung, ohne vorher die Teilnahmebedingungen zu prüfen.
Bei der steuerlichen Behandlung ist Vorsicht mit pauschalen Aussagen angebracht. Das Bundesfinanzministerium unterscheidet bei Prämien und Bonuszahlungen nach ihrer konkreten Ausgestaltung. Die aktuellen Lohnsteuer-Hinweise führen aus, dass Prämien aus Neukundenwerbungsprogrammen und Vertragsneuabschlüssen beim Empfänger regelmäßig nicht zu steuerbaren und steuerpflichtigen Einnahmen führen.
Daneben gibt es jedoch Prämienkonstellationen, die steuerlich anders behandelt werden. Das Bundesfinanzministerium ordnet beispielsweise eine Geldprämie für den Übertrag eines Wertpapierdepots grundsätzlich den Einkünften aus sonstigen Leistungen nach § 22 Nummer 3 EStG zu, sofern keine andere Einkunftsart einschlägig ist.
Wer eine Voraussetzung verpasst, verliert je nach Teilnahmebedingungen möglicherweise den Anspruch auf die Prämie.
Das kann beispielsweise passieren, wenn:
Besonders ärgerlich ist, dass die übrigen Bedingungen möglicherweise trotzdem erfüllt wurden. Wer beispielsweise fünf von sechs Anforderungen erfüllt, erhält den Bonus nicht automatisch anteilig.
Das hängt von der jeweiligen Aktion ab. Häufig gelten Bedingungen wie Neukundenstatus, Kontoeröffnung innerhalb eines bestimmten Zeitraums, aktive Nutzung, Mindestgeldeingang oder eine bestimmte Anzahl von Transaktionen.
Das Konto kann grundsätzlich gekündigt werden. Sie sollten jedoch vorher die Teilnahmebedingungen prüfen. Je nach Aktion kann eine Haltefrist gelten oder eine bereits ausgezahlte Prämie unter bestimmten Umständen zurückgefordert werden.
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Nach den aktuellen Lohnsteuer-Hinweisen des Bundesfinanzministeriums führen Prämien aus Neukundenwerbungsprogrammen und Vertragsneuabschlüssen beim Empfänger regelmäßig nicht zu steuerbaren und steuerpflichtigen Einnahmen. Andere Prämien können dagegen steuerlich anders eingeordnet werden.
Nicht unbedingt. Entscheidend sind auch die langfristigen Kosten, der Mindestgeldeingang, die Kartenleistungen, die Bargeldversorgung und die Funktionen des Kontos. Ein einmaliger Bonus sollte deshalb nur ein Vergleichskriterium unter mehreren sein.
Vergleichen Sie Girokonten mit Prämie und prüfen Sie neben dem Bonus auch Bedingungen, Kosten und Auszahlungsfristen. So finden Sie ein Konto, das nicht nur kurzfristig attraktiv ist.
Girokonto mit Prämie finden
Ob Girokonto oder Kreditkarte: Hier finden Sie weitere Informationen und Vergleiche, mit denen Sie Angebote besser einordnen und eine passende Entscheidung treffen können.