Ein abgelehnter Girokonto-Antrag kann verschiedene Gründe haben – von der Bonität über eine fehlgeschlagene Identitätsprüfung bis hin zu fehlenden Unterlagen. Erfahren Sie, welche Ursachen infrage kommen und welche Alternativen Sie haben.

Ein abgelehnter Girokonto-Antrag kann verschiedene Gründe haben – von der Bonität über eine fehlgeschlagene Identitätsprüfung bis hin zu fehlenden Unterlagen. Erfahren Sie, welche Ursachen infrage kommen und welche Alternativen Sie haben.
Eine Ablehnung ist zunächst kein eindeutiger Hinweis auf ein bestimmtes Problem. Banken prüfen einen Antrag anhand verschiedener Kriterien. Welche Kriterien angewendet werden, hängt vom Institut und vom jeweiligen Kontomodell ab.
Bei einem klassischen Girokonto können Banken grundsätzlich selbst entscheiden, welchen Kunden sie ein Konto anbieten. Das gilt beispielsweise für Sparkassen, Genossenschaftsbanken und Privatbanken. Ein Anspruch darauf, dass jede Bank ein normales Girokonto eröffnet, besteht grundsätzlich nicht.
| Grund | Was kann dahinterstecken? |
|---|---|
| Negative Bonitätsprüfung | SCHUFA-Einträge oder andere Risikokriterien |
| Identitätsprüfung fehlgeschlagen | Probleme mit Ausweisdokument oder Angaben |
| Fehlende Unterlagen | Nachweise wurden nicht vollständig eingereicht |
| Interne Annahmekriterien | Bank akzeptiert bestimmte Kundenprofile nicht |
| Unstimmige Angaben | Unterschiedliche Angaben zu Person oder Wohnsitz |
| Besonderheiten beim Antrag | Beispielsweise besondere Anforderungen bei bestimmten Kontomodellen |
Die Bonität beschreibt vereinfacht, wie zuverlässig eine Person ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommt. Banken können die Kreditwürdigkeit insbesondere dann berücksichtigen, wenn ein Girokonto mit einem Dispositionskredit verbunden ist. Ein Dispokredit ermöglicht es, das Konto über das vorhandene Guthaben hinaus zu nutzen. Damit übernimmt die Bank ein Kreditrisiko. Entsprechend kann sie vor der Einräumung eines solchen Kreditrahmens die finanzielle Situation und Kreditwürdigkeit des Kunden prüfen.
Bei einem normalen Girokonto ohne Kreditrahmen ist die Situation differenzierter. Eine Bank kann einen Antrag auf ein klassisches Girokonto aufgrund ihrer eigenen Kriterien ablehnen. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass eine Person generell vom Zahlungsverkehr ausgeschlossen ist. Besonders wichtig ist deshalb das Basiskonto. Für dieses gelten gesetzliche Regelungen. Wer die Voraussetzungen erfüllt, hat grundsätzlich einen Anspruch auf ein Basiskonto. Eine schlechte Bonität oder ein negativer SCHUFA-Eintrag allein ist kein zulässiger Grund, ein solches Konto abzulehnen.
Aber: Ein Basiskonto ist nicht automatisch mit einem kostenlosen Girokonto gleichzusetzen. Auch bei einem Basiskonto können Kontoführungsentgelte anfallen. Ein Vergleich der Konditionen lohnt sich daher auch bei dieser Kontoart.
Nicht jede Ablehnung hat mit der finanziellen Situation zu tun. Auch die Identitätsprüfung kann Probleme verursachen. Banken müssen ihre Kunden eindeutig identifizieren. Bei einer Online-Kontoeröffnung erfolgt dies häufig über ein digitales Identifikationsverfahren. Dabei können beispielsweise ein Personalausweis oder Reisepass und persönliche Daten überprüft werden.
Probleme können entstehen, wenn:
Banken können bei normalen Girokonten eigene Kriterien für die Auswahl ihrer Kunden festlegen. Diese Kriterien müssen nicht bei allen Banken identisch sein.
Wurde Ihr Girokonto-Antrag abgelehnt, kann sich der Vergleich verschiedener Anbieter und Kontomodelle lohnen. Finden Sie mit smava ein Girokonto, das zu Ihren Voraussetzungen und Bedürfnissen passt.
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Nach einer Ablehnung stehen verschiedene Möglichkeiten offen. Welche Alternative sinnvoll ist, hängt vor allem davon ab, warum der ursprüngliche Antrag abgelehnt wurde.
Eine einfache Möglichkeit ist, bei einer anderen Bank einen Antrag zu stellen. Da Banken unterschiedliche Annahmekriterien haben, kann ein anderer Anbieter zu einem anderen Ergebnis kommen. Dabei sollte allerdings nicht wahllos eine Vielzahl von Anträgen gestellt werden. Sinnvoller ist es, zunächst die Kontomodelle und Voraussetzungen zu vergleichen. Besonders interessant können Girokonten sein, die ohne Dispositionskredit angeboten werden.
Ein Guthabenkonto funktioniert grundsätzlich ohne eingeräumten Dispositionskredit. Zahlungen können nur im Rahmen des verfügbaren Guthabens vorgenommen werden. Für Verbraucher kann dies eine sinnvolle Alternative sein, wenn eine Bank aufgrund der Bonität kein Girokonto mit Kreditrahmen anbieten möchte. Allerdings ist die Bezeichnung „Guthabenkonto“ nicht bei allen Banken einheitlich. Deshalb sollten die konkreten Konditionen vor der Eröffnung geprüft werden.
Das Basiskonto ist insbesondere dann relevant, wenn kein normales Girokonto eröffnet werden kann und die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Ein Basiskonto ermöglicht grundlegende Zahlungsfunktionen. Dazu gehören unter anderem Einzahlungen, Abhebungen, Überweisungen, Lastschriften und Zahlungen mit einer Debitkarte. Einen Anspruch auf einen Dispositionskredit oder eine Kreditkarte gibt es dagegen nicht. Verbraucher haben grundsätzlich Anspruch auf ein Basiskonto, wenn sie sich rechtmäßig in der Europäischen Union aufhalten und kein anderes Zahlungskonto in Deutschland haben.
Ein Basiskonto ist ein gesetzlich geregeltes Zahlungskonto. Es soll sicherstellen, dass Verbraucher unter bestimmten Voraussetzungen Zugang zu grundlegenden Zahlungsdiensten haben.
Das klassische Girokonto bietet dagegen je nach Anbieter zusätzliche Leistungen. Dazu können beispielsweise ein Dispositionskredit, Kreditkarten, umfangreichere Kartenleistungen oder weitere Serviceangebote gehören.
| Merkmal | Klassisches Girokonto | Basiskonto |
|---|---|---|
| Überweisungen | ✓ | ✓ |
| Lastschriften | ✓ | ✓ |
| Kartenzahlungen | ✓ | ✓ |
| Bargeldabhebungen | ✓ | ✓ |
| Dispositionskredit | Je nach Anbieter | Kein Anspruch |
| Kreditkarte | Je nach Anbieter | Kein Anspruch |
| Gesetzlicher Anspruch | Grundsätzlich nein | Unter Voraussetzungen ja |
Eine Ablehnung kann verschiedene Ursachen haben. Dazu gehören unter anderem die Bonität, eine fehlgeschlagene Identitätsprüfung, fehlende Unterlagen oder interne Annahmekriterien der Bank. Bei einem normalen Girokonto können Banken grundsätzlich selbst entscheiden, ob sie einen Kunden annehmen.
Ja, eine negative SCHUFA bedeutet nicht automatisch, dass kein Konto eröffnet werden kann. Je nach Bank kann ein klassisches Girokonto allerdings abgelehnt oder ohne Dispositionskredit angeboten werden. Für ein Basiskonto darf eine schlechte Bonität beziehungsweise ein negativer SCHUFA-Eintrag allein grundsätzlich kein Ablehnungsgrund sein.
Prüfen Sie zunächst den Ablehnungsgrund. Anschließend können Sie ein anderes Girokonto, ein Guthabenkonto oder, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, ein Basiskonto beantragen. Ein Vergleich verschiedener Kontomodelle kann dabei helfen, ein passendes Angebot zu finden.
Bei einem normalen Girokonto können Banken eigene Annahmekriterien festlegen. Bei einem Basiskonto gelten dagegen gesetzliche Vorgaben. Eine schlechte Bonität oder ein negativer SCHUFA-Eintrag allein reicht grundsätzlich nicht aus, um ein Basiskonto abzulehnen.
Nicht jede Bank bewertet einen Girokonto-Antrag gleich. Vergleichen Sie verschiedene Girokonten und Kontomodelle und finden Sie mit smava eine passende Alternative für Ihre persönliche Situation.
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