Ja, Anfragen und Abschlüsse für Girokonten können nach dem aktuellen SCHUFA-Scoring eine Rolle spielen. Die SCHUFA führt als eines ihrer Kriterien die Anzahl der Anfragen und Abschlüsse für Girokonten und Kreditkarten in den vergangenen zwölf Monaten auf. Dabei werden sowohl Anfragen als auch mögliche Vertragsabschlüsse berücksichtigt. Das bedeutet allerdings nicht, dass jede einzelne Kontoeröffnung automatisch zu einem deutlich schlechteren Score führt.
Die SCHUFA weist ausdrücklich darauf hin, dass mehrere Anfragen und Abschlüsse innerhalb von 28 Tagen bei diesem Kriterium nur einmal gezählt werden. Dadurch soll der Vergleich von Girokonten und eine anschließende Kontoeröffnung nicht mehrfach als separate Aktivität in die Bewertung einfließen.
Die SCHUFA bewertet nicht einfach die Tatsache, dass jemand „zu viele Konten“ besitzt. Ein zweites oder drittes Girokonto führt nicht automatisch zu einer schlechten Bonität. Mehrere Konten können unterschiedliche Zwecke erfüllen.
Verbraucher nutzen beispielsweise:
- ein Hauptkonto für Gehalt und Fixkosten,
- ein Gemeinschaftskonto,
- ein separates Haushaltskonto,
- ein Konto für Freizeit und variable Ausgaben,
- ein zusätzliches Konto als Reserve.


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Gut zu wissen
Entscheidend ist deshalb nicht allein die Anzahl der vorhandenen Konten. Relevant ist vielmehr, wie die jeweiligen Anfragen und Vertragsabschlüsse im Rahmen des Scorings berücksichtigt werden.