Ein Dispokredit ist zwar flexibel, aber häufig mit vergleichsweise hohen Sollzinsen verbunden.
Die tatsächlichen Kosten hängen von drei Faktoren ab:
- Höhe des genutzten Dispos,
- Dauer der Nutzung,
- vereinbartem Sollzinssatz.
Je höher der Betrag und je länger das Konto im Minus bleibt, desto höher fallen die Zinskosten aus. Eine kurzfristige Überziehung für wenige Tage kann daher wesentlich weniger kosten als eine dauerhafte Nutzung über mehrere Monate.
Beispielrechnung zur Orientierung
Angenommen, Sie nutzen einen Dispokredit von 1.000 Euro über 30 Tage bei einem Sollzinssatz von 12 Prozent pro Jahr.
Die Zinskosten lassen sich vereinfacht wie folgt berechnen:
1.000 Euro × 12 % × 30 / 365 = rund 9,86 Euro
Bleibt derselbe Betrag dagegen ein ganzes Jahr im Minus, würden, vereinfacht und ohne Berücksichtigung möglicher Zinsabrechnungsmodalitäten, rund 120 Euro an Sollzinsen entstehen. Die tatsächlichen Konditionen können je nach Girokonto abweichen, es handelt sich hier nur um ein Beispiel.