Wie wirkt sich ein höherer Dispo auf die monatliche Belastung aus?
Der Dispo unterscheidet sich von einem klassischen Ratenkredit dadurch, dass normalerweise keine feste monatliche Tilgungsrate vereinbart wird. Das kann zunächst praktisch wirken. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass sich die Rückzahlung immer wieder verschiebt.
Ein Beispiel: Ein Konto ist mit 2.000 Euro im Minus. Am Monatsanfang geht das Gehalt ein, gleichzeitig werden Miete, Versicherungen und andere laufende Kosten abgebucht. Wenn nur ein kleiner Teil des Einkommens tatsächlich zur Verfügung steht, kann der Dispo möglicherweise nicht vollständig zurückgeführt werden. Der Kontostand bleibt dauerhaft negativ. Die monatliche Belastung entsteht indirekt. Bei einem genutzten Dispo besteht die Belastung aus:
- dem zurückzuzahlenden Kreditbetrag,
- den anfallenden Zinsen,
- möglicherweise weiteren finanziellen Verpflichtungen.
Ein hoher Disporahmen kann deshalb dazu führen, dass ein größerer Teil des nächsten Einkommens zunächst zur Deckung des Minus benötigt wird.