Girokonto-Vergleich
Aktualisiert am 26.08.2026

Versteckte Gebühren beim Girokonto: Darauf sollten Sie im Preisverzeichnis achten

Ein Girokonto kann trotz niedriger oder kostenloser Kontoführung zusätzliche Kosten verursachen. Erfahren Sie, welche Gebühren häufig übersehen werden und worauf Sie im Preisverzeichnis besonders achten sollten.

Geschrieben von Leonard HaakerGeschrieben vonLeonard HaakerSEO Manager

Leonard Haaker ist als SEO Manager im Bereich Marketing tätig und seit August 2024 im Unternehmen. Er entwickelt und schärft die SEO-Strategie, plant Keyword-Sets und Suchintents und sorgt dafür, dass Landingpages sowohl technisch als auch inhaltlich auf Suchanfragen und Nutzerbedürfnisse ausgerichtet sind. Dazu gehören die Optimierung bestehender Seiten, der Aufbau neuer Content-Hubs sowie regelmäßige Performance-Analysen, auf deren Basis Inhalte und Strukturen weiterentwickelt werden.

Geprüft von Jasmin HartwigGeprüft vonJasmin HartwigOnline Marketing Manager

Jasmin Hartwig ist seit 2021 als Online Marketing Manager im Marketing-Team von smava tätig. Sie verantwortet die Entwicklung und Weiterentwicklung der SEO-Strategie, die Optimierung bestehender und neuer Landingpages sowie die Auswertung ihrer Performance. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Steuerung interner und externer Content-Prozesse, um Suchanfragen von Interessenten möglichst passgenau mit verständlichen Informationen rund um Kreditangebote und -prozesse zu beantworten.

Das Wichtigste zu versteckten Gebühren beim Girokonto

  • Die Kontoführungsgebühr allein sagt wenig über die Gesamtkosten eines Girokontos aus. Prüfen Sie zusätzlich Karten, Bargeldabhebungen, Kontoauszüge und weitere Leistungen.
  • Fremde Geldautomaten können zusätzliche Kosten verursachen.
  • Karten sind nicht immer kostenlos. Neben der regulären Kartengebühr können auch Kosten für Ersatzkarten oder bestimmte Nutzungen entstehen.
  • Mindestgeldeingänge können zur Gebührenfalle werden. Bei manchen Kontomodellen hängt die kostenlose Kontoführung von einem regelmäßigen Geldeingang ab.
  • Nicht jede Bankgebühr ist automatisch zulässig. Bei bestimmten Entgelten haben Gerichte bereits Grenzen gesetzt. Prüfen Sie deshalb bei ungewöhnlichen Gebühren, wofür sie konkret berechnet werden.

Warum ein Girokonto nicht automatisch kostenlos ist

Der häufigste Fehler beim Girokonto-Vergleich besteht darin, ausschließlich auf die monatliche Kontoführungsgebühr zu schauen. Steht dort „0 Euro“, wird das Angebot schnell als kostenlos wahrgenommen. Tatsächlich umfasst die Kontoführungsgebühr je nach Bank unterschiedliche Leistungen.

Welche Leistungen bereits enthalten sind, unterscheidet sich von Konto zu Konto. Bei einem Modell kann beispielsweise die Debitkarte kostenlos enthalten sein, während bei einem anderen Konto eine zusätzliche Kartengebühr anfällt. Auch Bargeldabhebungen, Kreditkarten oder Kontoauszüge können unterschiedlich bepreist werden.

Papier-Kontoauszüge: Wann können Kosten entstehen?

Wer seine Kontoauszüge ausschließlich digital abruft, benötigt häufig keinen regelmäßigen Versand per Post. Wer dagegen Papierauszüge bevorzugt, sollte prüfen, ob dafür zusätzliche Kosten vorgesehen sind. Je nach Kontomodell können Online-Kontoauszüge in der Kontoführung enthalten sein, während für einen postalischen Versand ein zusätzliches Entgelt vorgesehen ist.

Dabei ist allerdings wichtig, zwischen einem freiwillig gewünschten Zusatzservice und Leistungen zu unterscheiden, die die Bank ohnehin erbringen muss. Wichtig ist, dass nicht jedes Entgelt für Kontoauszüge zulässig ist. So können beispielsweise für bestimmte nachträglich angeforderte Auszüge Kosten verlangt werden, während gesetzlich erforderliche Informationen nicht einfach kostenpflichtig gemacht werden dürfen.

SMS-TAN und andere Authentifizierungsverfahren

Auch die Art, wie Sie Überweisungen und andere Bankgeschäfte freigeben, kann für die Kosten relevant sein. Banken bieten unterschiedliche Authentifizierungsverfahren an, beispielsweise App-basierte Verfahren oder andere TAN-Lösungen.

Bei einem Girokonto sollten Sie deshalb prüfen, ob das vom Anbieter vorgesehene Authentifizierungsverfahren kostenlos enthalten ist oder ob für bestimmte Verfahren zusätzliche Entgelte vorgesehen sind.

Dabei sollte die Frage nach den Kosten nicht isoliert betrachtet werden. Wenn eine Bank mehrere Verfahren anbietet, kann auch die Alltagstauglichkeit entscheidend sein.

Belegüberweisungen und Überweisungen prüfen

Online-Überweisungen gehören bei vielen modernen Girokonten zum Standard. Trotzdem können je nach Kontomodell bestimmte Überweisungsarten zusätzliche Kosten verursachen.

Das betrifft beispielsweise Überweisungen, die nicht über das Online-Banking, sondern auf anderem Weg beauftragt werden. Wer seine Bankgeschäfte regelmäßig digital erledigt, wird solche Leistungen möglicherweise selten benötigen. Für Kunden, die Überweisungen häufig in der Filiale oder auf Papier beauftragen, können sie dagegen relevant werden.

Es ist allerdings möglich, dass Banken teilweise Einzelpreise für Standardleistungen wie Überweisungen verlangen. Dadurch kann ein Konto, das auf den ersten Blick günstig erscheint, im Alltag teurer werden.

Abhebegebühren an fremden Geldautomaten

Für viele Kunden gehören Bargeldabhebungen zu den regelmäßigsten Bankgeschäften. Deshalb können Gebühren für fremde Geldautomaten die tatsächlichen Kontokosten deutlich beeinflussen. Je nach Konto können Abhebungen an Automaten außerhalb des eigenen Bank- oder Verbundnetzes mit zusätzlichen Entgelten verbunden sein.

Dabei können sowohl prozentuale Gebühren als auch Mindestentgelte vorgesehen sein. Zusätzlich ist zu beachten, dass Geldautomatenbetreiber unter bestimmten Umständen eigene Entgelte verlangen können. Solche Betreiberentgelte werden im BaFin-Kontenvergleich nicht bei jedem Konto ausgewiesen.

Gebührenfallen bei Mindestgeldeingang und Inaktivität

Ein Girokonto kann kostenlos oder besonders günstig sein, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Eine häufige Bedingung ist ein regelmäßiger Mindestgeldeingang. Wird diese Voraussetzung nicht erfüllt, kann eine reguläre Kontoführungsgebühr anfallen. Das kann beispielsweise bei schwankenden Einnahmen oder einem Wechsel der beruflichen Situation relevant werden

Was Sie beim Mindestgeldeingang prüfen sollten

  • Wie hoch muss der monatliche Betrag sein?
  • Muss er jeden Monat eingehen?
  • Welche Zahlungseingänge werden anerkannt?
  • Was passiert bei einer einmaligen Unterschreitung?
  • Ab wann wird eine Kontoführungsgebühr berechnet?

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Sind Gebühren bei Inaktivität zulässig?
Beim Stichwort „Inaktivitätsgebühr“ ist besondere Vorsicht angebracht. Nicht jede Gebühr, die im Zusammenhang mit einem wenig genutzten Konto genannt wird, ist automatisch zulässig. Grundsätzlich sollten Sie zunächst klären, wofür die Bank das Entgelt tatsächlich verlangt und auf welcher vertraglichen Grundlage es beruht. Bei ungewöhnlichen oder schwer verständlichen Gebühren lohnt sich deshalb ein genauer Blick in die Vertragsunterlagen und das Preisverzeichnis.

Häufige Fragen zu versteckten Girokonto-Gebühren

Nicht unbedingt. Auch bei einer Kontoführungsgebühr von 0 Euro können zusätzliche Entgelte für bestimmte Leistungen anfallen. Ein genauer Blick lohnt sich daher.

Für bestimmte zusätzliche oder ausdrücklich gewünschte Formen der Bereitstellung können Kosten anfallen. Allerdings sind nicht alle Gebühren für Kontoauszüge zulässig. So wird unterschieden zwischen zusätzlich gewünschten Auszügen und Informationen, die die Bank ohnehin bereitstellen muss.

Das hängt vom jeweiligen Authentifizierungsverfahren und den konkreten Kontobedingungen ab. Prüfen Sie deshalb im Preisverzeichnis, ob das verwendete Verfahren kostenlos enthalten ist oder zusätzliche Kosten vorgesehen sind.

Ja. Eine Kreditkarte kann beispielsweise eine jährliche Gebühr kosten. Zusätzlich können Gebühren für Bargeldabhebungen oder Zahlungen in Fremdwährungen anfallen. Die konkreten Konditionen sollten Sie deshalb getrennt vom Girokonto prüfen.

Vergleichen Sie nicht nur die Kontoführungsgebühr. Berücksichtigen Sie alle Leistungen, die Sie regelmäßig nutzen, und rechnen Sie deren Kosten auf ein Jahr hoch.

Wenn auf Ihrem Konto eine unerwartete Gebühr auftaucht, sollten Sie zunächst prüfen, wofür sie berechnet wurde. Vergleichen Sie den Buchungstext mit dem Preis- und Leistungsverzeichnis und schauen Sie nach, ob die entsprechende Leistung tatsächlich beauftragt oder genutzt wurde.

Girokonten vergleichen und unnötige Gebühren vermeiden

Nicht nur die Kontoführungsgebühr entscheidet darüber, wie günstig ein Girokonto wirklich ist. Vergleichen Sie jetzt Girokonten und achten Sie auf Kartenkosten, Bargeldabhebungen, Mindestgeldeingänge und weitere mögliche Zusatzgebühren.

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