Dynamic Currency Conversion: Die teure Falle, die freundlich aussieht
Neben der Fremdwährungsgebühr gibt es eine zweite, häufig unterschätzte Kostenfalle: die Dynamic Currency Conversion, kurz DCC. Sie begegnet Ihnen an Ladenkassen, Hotelrezeptionen und Geldautomaten weltweit – und sie ist so gestaltet, dass sie auf den ersten Blick wie eine Hilfe wirkt.
Wie funktioniert DCC? Wenn Sie im Ausland mit der Kreditkarte zahlen und der Händler DCC anbietet, erscheint auf dem Terminal eine Nachfrage: Möchten Sie den Betrag in Euro bezahlen – also in Ihrer Heimatwährung? Der angezeigte Euro-Betrag wirkt transparent und verständlich. Der verwendete Wechselkurs wird jedoch nicht vom Kartennetzwerk festgelegt, sondern vom Händler beziehungsweise dem Zahlungsdienstleister des Automatenbetreibers. Diese Kurse sind fast immer ungünstiger als der offizielle Netzwerkkurs.
Der Grund für die weite Verbreitung von DCC: Händler und Automatenbetreiber erhalten eine Provision für jeden DCC-Umsatz. Das erklärt, warum die Option so prominent platziert wird und warum manche Kassierer aktiv dazu raten, in Euro zu zahlen.