Bei einer Kreditkarte sprechen wir von einer Überziehung in zwei unterschiedlichen Situationen. Beide ähneln sich im Ergebnis, unterscheiden sich aber in Ursache und Konsequenz.
Fall 1: Das Kreditlimit ist ausgeschöpft
Jede Kreditkarte verfügt über ein festgelegtes Kreditlimit, das Sie innerhalb eines Abrechnungszeitraums ausgeben dürfen, ohne den offenen Saldo vorher beglichen zu haben. Erreichen Sie dieses Limit, werden weitere Zahlungen abgelehnt.
Manche Anbieter erlauben eine geringfügige Überschreitung des Limits, das sogenannte Überziehungslimit. Das wird Ihnen dann gewährt, kostet aber zusätzliche Gebühren oder erhöhte Zinsen.
Fall 2: Das Referenzkonto ist nicht gedeckt
Bei einer Charge Card wird der Gesamtbetrag der Abrechnung am Stichtag automatisch vom Referenzkonto eingezogen. Ist dieses Konto nicht ausreichend gedeckt, schlägt die Lastschrift fehl. Das bedeutet: Die Abrechnung bleibt unbezahlt, die Rücklastschrift erzeugt Gebühren, und viele Anbieter sperren die Karte temporär, bis der offene Betrag beglichen ist. In diesem Fall ist die Karte nicht über ihr Limit hinausgegangen, aber das Ergebnis ist ähnlich: Die Karte ist eingeschränkt nutzbar, Kosten entstehen, und Handlungsbedarf besteht.
Egal welcher Fall vorliegt: Handeln Sie sofort. Prüfen Sie über die Karten-App, was der aktuelle Saldo und der Grund für die Ablehnung ist. Kontaktieren Sie Ihren Kartenanbieter, wenn Sie unsicher sind. Je schneller Sie reagieren, desto geringer sind die finanziellen Folgen.
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Hinweis
Eine gesperrte oder am Limit befindliche Kreditkarte ist kein dauerhafter Zustand. In den meisten Fällen genügt eine vollständige oder zumindest teilweise Begleichung des offenen Betrags, um die Karte wieder nutzen zu können. Wenden Sie sich bei Unklarheiten direkt an den Kundenservice Ihres Anbieters.