Bei Konditionsanfrage und Kreditanfrage handelt es sich um zwei unterschiedliche Anfragetypen, die Banken im Rahmen einer Bonitätsprüfung nutzen können.
Die Konditionsanfrage: Angebote vergleichen ohne Auswirkungen auf den Score
Eine Konditionsanfrage wird genutzt, wenn eine Bank oder ein Kreditvermittler die Bonität prüft, um ein unverbindliches Kreditangebot zu erstellen. Sie dient ausschließlich dazu, Kreditkonditionen wie Zinssätze oder mögliche Kreditbeträge zu ermitteln. Für Verbraucher hat das einen wichtigen Vorteil: Die Konditionsanfrage wird zwar in der SCHUFA gespeichert, ist jedoch nur für die betroffene Person sichtbar. Andere Banken und Kreditgeber können diese Anfrage nicht einsehen. Zudem hat sie keinerlei Einfluss auf den SCHUFA-Score. Deshalb können mehrere Kreditangebote verglichen werden, ohne dass sich dies negativ auf die Bonität auswirkt.
Die Kreditanfrage: Prüfung im Rahmen eines konkreten Kreditantrags
Eine Kreditanfrage erfolgt, wenn bereits ein konkreter Kreditantrag gestellt wurde und die Bank die Bonität zur Kreditentscheidung prüft. Im Gegensatz zur Konditionsanfrage ist diese Anfrage für andere Kreditgeber sichtbar. Sie bleibt dort für zwölf Monate gespeichert und kann bei mehreren Anfragen innerhalb kurzer Zeit als Hinweis auf einen erhöhten Finanzierungsbedarf interpretiert werden. Eine einzelne Kreditanfrage hat in der Regel nur geringe Auswirkungen auf den SCHUFA-Score. Werden jedoch viele Kreditanfragen innerhalb weniger Wochen gestellt, kann dies den Score vorübergehend beeinflussen.

