Zugegeben, die genannten Änderungen sind sehr tiefgreifend. Dennoch bleibt im Kern auch vieles beim Alten. Namentlich Folgendes:
- Auch der neue Score ist lediglich eine nüchterne statistische Wahrscheinlichkeitsaussage. Wie stark er in Entscheidungsprozesse einfließt, bleibt weiterhin Sache desjenigen, der den Score nutzt.
- Ebenso existiert auch im neuen System keine allgemein verbindliche Mindestpunktezahl, um bestimmte Verträge abschließen zu können. Die Entscheidungsbefugnis liegt nach wie vor beim jeweiligen Anbieter.
- Der neue Score basiert immer noch auf einem statistischen Verfahren und bezieht ausschließlich der SCHUFA bekannte Vertragsdaten und gemeldete Registerinformationen ein.
- Einkommen, Vermögen, Konsumverhalten und ähnliche Merkmale werden auch künftig nicht erhoben und fließen daher nicht in den Score ein.
- Wie gehabt stellt der Score stets nur eine Momentaufnahme dar und wird regelmäßig neu berechnet, wodurch ältere Merkmale an Gewichtung verlieren und neue hinzukommen.
Ebenfalls unverändert bleibt die Datengrundlage: Der Score bildet nur das ab, was Partner der SCHUFA melden und was die Auskunftei aus öffentlichen Schuldnerverzeichnissen und Insolvenzbekanntmachungen weiß – mehr nicht.