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Was ist ein Akzeptkredit?

Akzeptkredite sind eine spezielle Kreditform, die insbesondere im Firmen- und Außenhandel genutzt wird. Dabei handelt es sich um einen kurzfristigen Kredit, bei dem eine Bank einen Wechsel akzeptiert (also die Zahlung garantiert), den der Kreditnehmer ausstellt. Der Kunde zahlt Zinsen an die Bank und nutzt dafür deren Bonität, um Liquidität zu erhalten oder Zahlungsziele zu verlängern.

Geschrieben von Jasmin HartwigGeschrieben vonJasmin HartwigOnline Marketing Manager

Jasmin Hartwig ist seit 2021 als Online Marketing Manager im Marketing-Team von smava tätig. Sie verantwortet die Entwicklung und Weiterentwicklung der SEO-Strategie, die Optimierung bestehender und neuer Landingpages sowie die Auswertung ihrer Performance. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Steuerung interner und externer Content-Prozesse, um Suchanfragen von Interessenten möglichst passgenau mit verständlichen Informationen rund um Kreditangebote und -prozesse zu beantworten.

Geprüft von Leonard HaakerGeprüft vonLeonard HaakerSEO Manager

Leonard Haaker ist als SEO Manager im Bereich Marketing tätig und seit August 2024 im Unternehmen. Er entwickelt und schärft die SEO-Strategie, plant Keyword-Sets und Suchintents und sorgt dafür, dass Landingpages sowohl technisch als auch inhaltlich auf Suchanfragen und Nutzerbedürfnisse ausgerichtet sind. Dazu gehören die Optimierung bestehender Seiten, der Aufbau neuer Content-Hubs sowie regelmäßige Performance-Analysen, auf deren Basis Inhalte und Strukturen weiterentwickelt werden.

Das Wichtigste zum Akzeptkredit in Kürze

  • Bei einem herkömmlichen Darlehen erhält ein Kreditnehmer Geld und zahlt es verzinst zurück. Beim Akzeptkredit hingegen stellt der Kreditnehmer einen Wechsel aus – ein schriftliches Zahlungsversprechen, zu einem bestimmten Termin eine bestimmte Summe zu zahlen.
  • Die Bank „akzeptiert“ diesen Wechsel. Das heißt, sie garantiert einem Dritten – dem Gläubiger – dass sie die Zahlung übernimmt, falls der Kreditnehmer selbst nicht zahlt. Dadurch verleiht die Bank dem Kreditnehmer ihre Reputation bzw. ihre gute Bonität.
  • Der Kreditnehmer zahlt für diesen Akzeptkredit oder die damit verbundene Bankbürgschaft entweder Zinsen oder eine Gebühr. Im Gegenzug erhält er durch die Reputation des Kreditinstituts schneller Liquidität von Dritten oder längere Zahlungsziele.
  • Grundsätzlich spielen Akzeptkredite im Privatpersonenbereich gar keine Rolle. Sie sind nahezu ausschließlich ein Mittel im Bereich Unternehmensfinanzierung und hier unter anderem im grenzüberschreitenden Finanzverkehr.

Was ist ein Akzeptkredit? Einfach erklärt

Ein Akzeptkredit ist eine Sonderform des Wechselkredits. Um Akzeptkredite zu erklären, ist es nötig, kurz auf herkömmliche Wechselkredite einzugehen:

  • Grundlage ist ein sogenannter Wechsel, ein schriftliches Zahlungsversprechen, eine Summe X zu einem Termin Y zu bezahlen.
  • Der Wechsel kann zwischen zwei Unternehmen entstehen, z.B. Unternehmer A verkauft Ware an Unternehmer B. B möchte aber erst in drei Monaten zahlen und stellt A deshalb einen Wechsel aus.
  • Unternehmer A benötigt das Geld aber schon früher. Daher lässt er sich den Wechsel von einer Bank abkaufen („diskontieren“). Er erhält dadurch das Geld sofort, abzüglich Zinsen und Gebühren.
  • Dadurch ist der Wechsel eine Art Wertpapier oder nichtgesetzliches Zahlungsmittel. Unternehmer A erhält sofortige Liquidität, B hat sein gewünschtes verlängertes Zahlungsziel, die Bank verdient an den Zinsen und erhält zum Stichtag des Wechsels von B die vereinbarte Summe.
  • Ein Akzeptkredit funktioniert ähnlich, jedoch mit einer entscheidenden Besonderheit: Hier tritt die Bank lediglich als Garant ein – mit ihrem guten Namen und ihrer enormen Bonität.

Reihenfolge: regulärer Wechsel

  • A stellt B einen Wechsel aus
  • B geht mit dem Wechsel zur Bank und erhält Geld
  • Bank wird zu Gläubiger von A anstelle von B
  • A bezahlt zum Termin den Betrag an die Bank

Reihenfolge: Akzeptkredit

    • A stellt einen Wechsel aus
    • A geht mit dem Wechsel zur Bank und erhält deren Sicherheit
    • A zeigt B den Wechsel und erhält aufgrund der Bank-Reputation Waren oder längere Zahlungsziele
    • A stellt der Bank den Betrag bereit, damit sie B auszahlen kann

Um es Ihnen ähnlich wie beim regulären Wechsel zu erklären:

Unternehmer A ist Kunde der Bank und möchte Waren von Unternehmer B kaufen, hat aber momentan nicht genug liquide Mittel.

A stellt deshalb einen Wechsel aus und legt ihn seiner Bank vor. Die Bank „akzeptiert“ den Wechsel – sie verpflichtet sich rechtlich, den Wechselbetrag an B zu zahlen, wenn der Wechsel fällig wird. Dafür zahlt A der Bank Zinsen oder eine Gebühr.

Anschließend zeigt A den akzeptierten Wechsel seinem Geschäftspartner B. B akzeptiert das Geschäft, weil er dank des Bankakzepts sicher weiß, dass die Bank im Zweifel für A’s Zahlung einsteht.

Spätestens am Tag vor Fälligkeit muss A seiner Bank den im Wechsel genannten Betrag zur Verfügung stellen. Die Bank zahlt diesen Betrag dann an B (oder den jeweiligen Inhaber des Wechsels) aus.

Die Bank zahlt also nicht sofort an A, sondern erst an B, wenn der Wechsel fällig wird – sie springt dadurch nur als Garantiegeberin und Geldübermittlerin ein.

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Hinweis
Bei grenzüberschreitenden Geschäften handelt es sich zwar ebenfalls um Akzeptkredite, korrekt spricht man dann jedoch von einem Rembourskredit.

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Für den Lieferanten bedeutet das: Er kann sich sicher sein, dass er sein Geld bekommt – selbst wenn der Käufer zahlungsunfähig wird.

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Hinweis
Vertrauen ist im Handel ein wichtiges Kriterium, denn zukünftige Liquidität lässt sich nur bedingt abschätzen. Zwischen zwei vertrauten Handelspartnern ist das kein Problem. Bei neuen oder anderen Geschäftsverbindungen mit weniger Vertrauen kann der Akzeptkredit diese Sicherheit ersetzen, indem die Bank mit ihrer starken Bonität für die Zahlung garantiert. Dadurch wird der Wechsel mit Bankakzept zu einem besonders vertrauenswürdigen und handelbaren Wertpapier. Lieferanten sind eher bereit, Waren auf Rechnung zu liefern oder längere Zahlungsziele zu gewähren, weil sie auf die Bonität der Bank vertrauen können.

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Was ist der Unterschied zwischen Akzeptkredit und regulärem Kredit?

Ganz einfach: Das Unternehmen, das den Akzeptkredit nutzt, gewinnt Zeit und Verhandlungsspielraum, ohne jedoch einen herkömmlichen Kredit aufnehmen zu müssen. Auch die Bank hat dadurch Vorteile: Sie muss lediglich ihren guten Namen verleihen und erhält dafür Zinsen oder eine Provision – wenngleich weniger als bei einem herkömmlichen Kredit. Das hat Vorteile für beide Seiten:

  • Bei Akzeptkrediten stellt die Bank kein Geld zur Verfügung, der Kunde wird also nicht ihr Schuldner mit allen Vorteilen und die Bank muss nicht mit ihrem Geld in Vorleistung gehen.
  • Die Bank erhält, obwohl sie kein Geld verleihen muss, eine Bezahlung. Der Kunde dagegen bekommt alle Vorteile der Bankgarantie, muss aber weniger zahlen als für einen klassischen Kredit.
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Hinweis
Akzeptkredite sind immer sinnvoll, wenn ein Unternehmen Liquidität und Vertrauen schaffen will, ohne direkt Geld zu leihen. Die Bank bürgt, der Lieferant liefert und der Käufer kann seine Rechnung später begleichen – mit Rückendeckung durch die Sicherheit eines bankgarantierten Wechsels.

Die wichtigsten Fragen zum Akzeptkredit

in Akzeptkredit ist eine besondere Form des Wechselkredits. Die Bank garantiert dabei, dass sie eine Zahlung übernimmt, falls der Kunde selbst nicht zahlen kann. Sie verleiht also ihre Bonität, nicht direkt Geld.

Der Kreditnehmer (Unternehmen A) stellt einen Wechsel aus und legt ihn seiner Bank vor. Die Bank „akzeptiert“ den Wechsel, also garantiert die Zahlung gegenüber dem Empfänger (Unternehmen B). A übergibt den akzeptierten Wechsel an B, der dadurch Vertrauen und Sicherheit erhält. Am Tag vor Fälligkeit muss A den Wechselbetrag an die Bank überweisen, damit diese die Zahlung an B ausführt.

Nein, Akzeptkredite sind ein Konzept für Handelsgeschäfte und stehen nicht für Privatpersonen zur Verfügung.

Ähnlich, aber nicht identisch. Beim Avalkredit garantiert die Bank u.a. für eine Vertragserfüllung oder Mietzahlung. Beim Akzeptkredit geht es ausschließlich um die Zahlung eines Wechsels.

Nicht mehr sehr stark. Das liegt vor allem daran, dass modernere Finanzinstrumente aufkamen – etwa der schon erwähnte Avalkredit oder andere Formen von Bankgarantien.

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