Mehr zur Bonitätsprüfung
Aktualisiert am 06.08.2026

Klarna und SCHUFA: So wirken sich Einkäufe auf die Bonität aus

Ob Klarna eine Bonitätsprüfung durchführt, hängt von der gewählten Zahlungsart ab. Eine Anfrage führt nicht automatisch zu einem negativen SCHUFA-Eintrag. Anders sieht es aus, wenn Rechnungen oder Raten dauerhaft offenbleiben. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Klarna und SCHUFA zusammenhängen und worauf Sie bei späteren Zahlungen achten sollten.

Geschrieben von Leonard HaakerGeschrieben vonLeonard HaakerSEO Manager

Leonard Haaker ist als SEO Manager im Bereich Marketing tätig und seit August 2024 im Unternehmen. Er entwickelt und schärft die SEO-Strategie, plant Keyword-Sets und Suchintents und sorgt dafür, dass Landingpages sowohl technisch als auch inhaltlich auf Suchanfragen und Nutzerbedürfnisse ausgerichtet sind. Dazu gehören die Optimierung bestehender Seiten, der Aufbau neuer Content-Hubs sowie regelmäßige Performance-Analysen, auf deren Basis Inhalte und Strukturen weiterentwickelt werden.

Der Kreditspezialist Quang-Dung Ta von smavaGeprüft von Quang Dung TaDer Kreditspezialist Quang-Dung Ta von smavaGeprüft vonQuang Dung TaSenior Key Account Manager

Quang-Dung Ta, ein erfahrener Bankkaufmann und Senior Key Account Manager bei smava, arbeitet seit 2016 in der Finanzbranche. Mit Spezialisierung auf Kreditwesen und Finanzprodukte verfügt er über tiefgehende Kenntnisse in Finanzthemen. Seine Zusatzausbildung bei smava im Bereich Ratenkredite qualifiziert ihn, praxisrelevante Finanzinhalte zu vermitteln. Sein Ziel ist es, komplexe Finanzthemen verständlich zu machen und Lesern bei Entscheidungen zu unterstützen.

Das Wichtigste zu Klarna und SCHUFA im Überblick

  • Klarna führt nicht bei jeder Nutzung automatisch eine Bonitätsprüfung durch.
  • Entscheidend ist, ob Sie sofort, später oder in Raten bezahlen.
  • Die Registrierung bei Klarna löst nach Unternehmensangaben keine Bonitätsprüfung aus.
  • Offene Rechnungen und erhebliche Zahlungsstörungen können sich negativ auf die Bonität auswirken.
  • Eine Ablehnung bedeutet nicht zwangsläufig, dass ein negativer SCHUFA-Eintrag vorliegt.

Führt Klarna eine SCHUFA-Prüfung durch?

Ja, bei bestimmten Zahlungsarten prüft Klarna die Bonität. Damit möchte das Unternehmen einschätzen, ob die gewählte Zahlungsverpflichtung voraussichtlich erfüllt werden kann.

Laut Klarna findet keine Bonitätsprüfung statt, wenn man sich registriert, die App herunterlädt oder eine Sofortüberweisung tätigt. Prüfungen können dagegen unter anderem beim Rechnungskauf, bei Teilzahlungen, bei der Ratenzahlung und bei bestimmten weiteren Finanzprodukten erfolgen.

Klarna trifft die Entscheidung nicht allein anhand eines einzelnen SCHUFA-Werts. Je nach Kauf können auch der Bestellwert, bisherige Zahlungen, offene Verpflichtungen und interne Risikokriterien eine Rolle spielen.

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Wichtig
Eine Bonitätsprüfung bedeutet nicht automatisch, dass ein negativer Eintrag entsteht. Eine Bonitätsanfrage, eine Vertragsentscheidung und eine gemeldete Zahlungsstörung sind unterschiedliche Vorgänge.

Klarna-Zahlungsarten und Bonitätsprüfung im Überblick

Klarna-Zahlungsart oder Dienst Bonitätsprüfung laut Klarna Was Sie beachten sollten
Registrierung und App-Nutzung Keine Noch keine konkrete Zahlungsverpflichtung.
Sofortüberweisung Keine Die Zahlung wird unmittelbar veranlasst.
Zahlung per Lastschrift Möglich Für ausreichende Kontodeckung sorgen.
In bis zu 30 Tagen bezahlen Möglich Fälligkeit und Retourenstatus im Blick behalten.
Drei Teilzahlungen Möglich Mehrere Zahlungstermine einplanen.
Ratenzahlung Möglich Laufzeit, Zinsen und Gesamtkosten sorgfältig prüfen.
Klarna Card Prüfung mit möglicher Bonitätswirkung Vertragsbedingungen und Kreditfunktion genau beachten.
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Gut zu wissen
Klarna gibt an, dass die Prüfungen bei mehreren seiner flexiblen Zahlungsarten die Kreditwürdigkeit nicht beeinflussen. Bei der Klarna Card könne die Prüfung dagegen Auswirkungen haben. Welche Anfrageart tatsächlich übermittelt und wie sie von einer Auskunftei verarbeitet wird, hängt vom konkreten Produkt und Prüfprozess ab.

Ist Klarna schlecht für den SCHUFA-Score?

Klarna ist nicht grundsätzlich schlecht für den SCHUFA-Score. Entscheidend sind die genutzte Zahlungsart, die Art einer möglichen Bonitätsanfrage und der weitere Zahlungsverlauf.

Problematisch wird die Nutzung vor allem, wenn mehrere spätere Zahlungen parallel laufen und dadurch der Überblick verloren geht. Auch eine kleine Monatsrate kann die finanzielle Belastung erhöhen, wenn gleichzeitig weitere Rechnungen und Raten fällig werden.

Der Rechnungskauf selbst ist keine negative Zahlungsstörung. Bleiben berechtigte Forderungen jedoch offen, können Mahnkosten, Inkasso und unter bestimmten Voraussetzungen ein negativer Auskunfteieintrag folgen.

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Gut zu wissen
Der neue SCHUFA-Score berücksichtigt außerdem die Zahl bestimmter Anfragen außerhalb des Bankenbereichs. Dazu können Anfragen aus Onlinehandel und Finanzdienstleistungen gehören. Mehrere entsprechende Anfragen innerhalb von 28 Tagen zählt die SCHUFA nach eigener Darstellung nur einmal. Ob eine konkrete Klarna-Prüfung in dieses Kriterium fällt, hängt von der übermittelten Anfrageart ab.

Warum lehnt Klarna eine Zahlung ab?

Eine abgelehnte Klarna-Zahlung bedeutet nicht automatisch, dass Ihre SCHUFA negativ ist. Klarna entscheidet für jeden Kauf erneut, ob eine bestimmte Zahlungsmethode angeboten wird.

Mögliche Einflussfaktoren sind:

Ein höherer Betrag bedeutet für Klarna ein größeres Ausfallrisiko.

Eine längere Ratenzahlung bringt eine andere Verpflichtung mit sich als eine sofortige Überweisung.

Bereits laufende Rechnungen oder Raten können den verfügbaren Spielraum beeinflussen.

Frühere verspätete oder fehlgeschlagene Zahlungen können in die interne Entscheidung einfließen.

Klarna kann Daten verschiedener Auskunfteien berücksichtigen.

Auch Abweichungen bei Adresse, Kontaktdaten oder Identitätsprüfung können dazu führen, dass eine Zahlungsart nicht angeboten wird.

Bonitätsprüfung bei flexiblen Zahlungsarten einordnen

Erfahren Sie, welche Informationen Unternehmen bei einer Bonitätsprüfung berücksichtigen und welche Möglichkeiten bestehen, die eigene Kreditwürdigkeit besser zu verstehen.

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Klarna verantwortungsvoll nutzen

Flexible Zahlungsarten können praktisch sein, wenn der Kauf bereits im Budget eingeplant ist. Sie ersetzen jedoch kein zusätzliches Einkommen.

Achten Sie vor dem Abschluss auf diese Punkte:

  1. Prüfen Sie den gesamten Zahlbetrag und nicht nur die einzelne Rate.
  2. Behalten Sie alle offenen Klarna-Zahlungen gemeinsam im Blick.
  3. Nutzen Sie spätere Zahlungen nur, wenn das Geld zum Fälligkeitstermin sicher verfügbar ist.
  4. Melden Sie Retouren direkt und bewahren Sie Einlieferungsbelege auf.
  5. Verzichten Sie auf weitere Käufe, wenn bereits mehrere Rechnungen offen sind.
  6. Wählen Sie bei finanziellen Engpässen keine neue Ratenzahlung, um eine bestehende Verpflichtung zu überbrücken.

Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Ratenzahlungen als Kredit gelten und zusätzliche finanzielle Risiken mit sich bringen können. Im Bezahlprozess sollte deshalb genau geprüft werden, ob Rechnungskauf oder Ratenzahlung ausgewählt wurde.

Fazit: Klarna-Anfrage und Zahlungsstörung unterscheiden

Klarna führt abhängig von der gewählten Zahlungsart eine Bonitätsprüfung durch. Eine solche Prüfung ist nicht automatisch ein negativer SCHUFA-Eintrag. Klarna unterscheidet zudem zwischen Prüfungen ohne und mit möglicher Auswirkung auf die Kreditwürdigkeit.

Größere Risiken entstehen, wenn Rechnungen oder Raten dauerhaft offenbleiben. Nutzen Sie spätere Zahlungen deshalb nur, wenn der Ausgleich sicher eingeplant ist. Bei einer unerwarteten Ablehnung können Sie Ihre gespeicherten Bonitätsdaten kontrollieren. Das Ergebnis einer einzelnen Klarna-Entscheidung lässt sich daraus allerdings nicht zuverlässig vorhersagen.

Die wichtigsten Fragen zu Klarna und SCHUFA

Nein. Ob Klarna eine Bonitätsprüfung durchführt, hängt von der Zahlungsmethode und dem genutzten Dienst ab. Bei Registrierung, App-Download und Sofortüberweisung findet laut Klarna keine Prüfung statt.

Nicht automatisch. Eine mögliche Bonitätsanfrage, der Rechnungskauf und eine negative Zahlungsstörung sind unterschiedliche Vorgänge.

Nicht pauschal. Klarna führt bei Ratenzahlungen eine Bonitätsprüfung durch. Problematisch können mehrere parallele Verpflichtungen oder nicht vertragsgemäß bezahlte Raten werden.

Mögliche Gründe sind offene Zahlungen, der Bestellwert, die gewählte Zahlungsart, interne Risikokriterien oder Bonitätsinformationen. Eine Ablehnung beweist keinen negativen SCHUFA-Eintrag.

Eine einzelne verspätete Zahlung führt nicht automatisch zu einem Eintrag. Relevant werden erhebliche Zahlungsstörungen, sofern die rechtlichen Voraussetzungen für eine Übermittlung an eine Auskunftei erfüllt sind.

Klarna weist darauf hin, dass die Bonitätsprüfung bei der Beantragung der Klarna Card Auswirkungen auf die Kreditwürdigkeit haben kann.

Fordern Sie eine SCHUFA-Datenkopie nach Art. 15 DSGVO an. Darin können Sie gespeicherte Vertragsinformationen, Anfragen und mögliche Zahlungsstörungen kontrollieren.

Wenden Sie sich an die SCHUFA und an Klarna beziehungsweise das meldende Unternehmen. Benennen Sie den Fehler konkret und fügen Sie passende Nachweise bei.

Eigene Bonität besser verstehen

Eine abgelehnte Zahlungsart hat nicht zwangsläufig mit einem negativen SCHUFA-Eintrag zu tun. Informieren Sie sich, wie Bonitätsprüfungen ablaufen und welche Faktoren bei Vertragsentscheidungen berücksichtigt werden.

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