Mehrere Kredite, hohe Zinsen, unübersichtliche Raten? Eine Kreditumschuldung kann genau hier ansetzen. Damit sie sich aber wirklich lohnt, kommt es auf die richtige Vorbereitung an. Die finden Sie in diesem Ratgeber Schritt für Schritt.

Mehrere Kredite, hohe Zinsen, unübersichtliche Raten? Eine Kreditumschuldung kann genau hier ansetzen. Damit sie sich aber wirklich lohnt, kommt es auf die richtige Vorbereitung an. Die finden Sie in diesem Ratgeber Schritt für Schritt.
Nur wenn einige spezifische Faktoren vorliegen, ist eine Umschuldung am Ende für Sie wirklich sinnvoll. Das heißt: Günstiger und / oder finanziell übersichtlicher. Die Art der Kredite spielt dabei durchaus eine Rolle.
Zu den ganz typischen Kandidaten für eine Umschuldung gehören:
Vor allem letztere sind aufgrund ihrer generell hohen Zinsen (im Vergleich zu Ratenkrediten) auf Dauer unbotmäßig teuer. Bei umzuschuldenden Ratenkrediten (dazu gehören auch viele Händlerkredite, 0-Prozent-Finanzierungen usw.) kommt es hingegen auf den Einzelfall an. Mehr dazu weiter unten.
Ob sich eine Umschuldung lohnt, ist reine Mathematik. Genauer: Der Vergleich des Altkredits und seiner Konditionen mit den Eckdaten eines Umschuldungskredits. Dazu benötigen Sie für jeden Ihrer umzuschuldenden Altkredite prinzipiell 5 Zahlen:
Prinzipiell stehen diese Infos zwar in den Vertragsunterlagen. Da der Altkredit jedoch schon eine gewisse Zeit dauert, ist es reichlich schwierig, insbesondere die aktuelle Restschuld zu berechnen; die exakte Vorfälligkeitsentschädigung kann Ihnen sowieso nur die Bank verraten. Am einfachsten machen Sie es sich deshalb, indem Sie für jeden Altkredit bei der jeweiligen Bank eine sogenannte Ablösebescheinigung anfordern. Darin ist alles exakt berechnet aufgeschlüsselt.
Als Privatperson mit umzuschuldendem Verbraucherkredit profitieren Sie von starken Schutzgesetzen. Im Prinzip dürfen Banken nur eine Art von Ablösegebühr verlangen: die Vorfälligkeitsentschädigung – doch auch die ist auf einen Prozentsatz der Restschuld je nach verbliebener Restlaufzeit begrenzt:
Allerdings: Diese Limitierung gilt nicht bei Immobilienfinanzierungen – dort gibt es prinzipiell keine Obergrenze.
Das bedeutet für Sie: Sie müssen in jedem Fall die etwaige Restschuld mit einberechnen, wenn Sie Umschuldungskredite vergleichen. Dadurch ist eine Kreditumschuldung außerdem nur finanziell sinnvoll, wenn die Ersparnis trotz Vorfälligkeitsentschädigung wirksam wird.
Vergleichen Sie anschließend beide Ergebnisse miteinander. Je größer die Ersparnis durch den neuen Kredit ausfällt, desto stärker lohnt sich die Umschuldung.
Mit einer Umschuldung lassen sich mehrere bereits bestehende Darlehen zu einem einzigen Kredit zusammenfassen.
Dadurch zahlen Sie nur noch für eine einzige Finanzierung Zinsen und senken somit insgesamt die Kredit- und Zinskosten.
Wenn Sie es richtig machen, bringt eine Kreditumschuldung mindestens einen der folgenden Vorteile:
Teilweise kann sich eine Umschuldung auf positiv auf Ihre Bonität auswirken. Das ist aber nicht garantiert und hängt von mehreren Einzelaspekten ab.
Am besten verschaffen Sie sich zunächst einen vollständigen Überblick über alle bestehenden Kredite, Restschulden und monatlichen Raten. Fordern Sie frühzeitig Ablösebescheinigungen an und prüfen Sie Ihre aktuellen Einnahmen und Ausgaben. So können Sie realistisch einschätzen, welche neue Monatsrate zu Ihrer finanziellen Situation passt.
Für eine Umschuldung benötigen Sie in der Regel Einkommensnachweise, Kontoauszüge und die Unterlagen Ihrer bestehenden Kredite. Besonders wichtig ist die sogenannte Ablösebescheinigung. Sie zeigt die aktuelle Restschuld und den Betrag, der für die vollständige Ablösung des alten Kredits notwendig ist. Je vollständiger Ihre Unterlagen sind, desto schneller kann die neue Bank Ihren Antrag prüfen.
Die Ablösebescheinigung ist ein Dokument Ihrer bisherigen Bank mit allen wichtigen Informationen zur Kreditablösung. Darin stehen unter anderem die aktuelle Restschuld, mögliche Vorfälligkeitskosten und die genaue Summe für die vollständige Rückzahlung des Kredits. Ohne diese Angaben ist eine präzise Umschuldung kaum möglich.
In vielen Fällen ja. Wenn Sie einen Kredit ausdrücklich zur Umschuldung aufnehmen, übernimmt die neue Bank häufig die direkte Ablösung Ihrer bestehenden Kredite. Mit Ihrer Zustimmung wird der offene Betrag direkt an die bisherigen Kreditgeber überwiesen. Dadurch vermeiden Sie zusätzlichen Aufwand und reduzieren das Risiko von Fehlern oder Doppelzahlungen.
Ja. Viele Verbraucher nutzen eine Umschuldung, um mehrere laufende Kredite zu einem neuen Darlehen zusammenzufassen. Dadurch entsteht nur noch eine monatliche Rate. Das erleichtert die Übersicht und kann helfen, die monatliche Belastung zu senken.
Eine Umschuldung lohnt sich oft nicht mehr, wenn Ihr bestehender Kredit nur noch eine kurze Restlaufzeit hat oder die Zinsersparnis sehr gering ausfällt. Auch mögliche Vorfälligkeitsentschädigungen sollten Sie vorab prüfen. Entscheidend ist immer, ob Sie nach allen Kosten tatsächlich finanziell profitieren.
Prüfen Sie online, ob Sie bestehende Kredite zusammenfassen und Ihre monatliche Belastung reduzieren können. Mit einem Kreditvergleich erhalten Sie passende Angebote transparent und SCHUFA neutral im Überblick.
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