Anhand der folgenden fiktiven Beispielrechnung sehen Sie, wie Sie Ihren Tilgungsplan selbst berechnen können. Für das Beispiel nehmen wir an, dass Sie ein Immobiliendarlehen in Höhe von 350.000 Euro aufnehmen und einen anfänglichen Tilgungssatz von 2 Prozent wählen. Für die Berechnung Ihres anfänglichen Tilgungsbetrags bedeutet das:
250.000 € Kreditsumme x 3,0 % (0,03) anfänglicher Tilgungssatz = 2.5000 € jährlich Tilgung / 12 Monate = 625 € monatliche Tilgung
Bei einer Sollzinsbindung von 10 Jahren und einem aktuellen Sollzinssatz von 3,5 Prozent ergibt sich eine monatliche Gesamtrate (Zins + Tilgung) von 1.604 Euro. Nach Ablauf der Sollzinsbindung besteht noch eine Restschuld von 291.785 Euro, die über eine Anschlussfinanzierung weitergeführt werden muss.
Die Gesamtlaufzeit des Darlehens beträgt bei diesem Tilgungssatz rund 36 Jahre und die bis zur vollständigen Rückzahlung anfallenden Zinskosten belaufen sich auf etwa 173.000 Euro.
Wählen Sie stattdessen einen anfänglichen Tilgungssatz von 4 Prozent, steigt die monatliche Tilgungsrate auf 1.167 Euro, und die Gesamtrate liegt bei 2.188 Euro. Ihre Restschuld nach 10 Jahren Sollzinsbindung beträgt dann nur noch 240.404 Euro. Die Gesamtlaufzeit verkürzt sich auf etwa 22 Jahre, und Sie zahlen insgesamt rund 118.000 Euro Zinsen.
Mit einer höheren anfänglichen Tilgungsrate verringert sich also die Gesamtsumme der Zinsen für das Immobiliendarlehen deutlich – und Ihr Kredit ist wesentlich schneller abbezahlt
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Hinweis
Banken achten bei Beantragung von Immobiliendarlehen darauf, dass Ihre monatliche Rate (typisch) nicht mehr als 30 bis 35 Prozent des Haushalts-Nettoeinkommens beträgt. Üblicherweise muss eine frei verfügbare Reserve von 100 bis 300 Euro verbleiben.