Die SCHUFA ist ein wichtiger Bestandteil der Bonitätsprüfung bei einem Immobilienkredit. Banken nutzen den SCHUFA-Score, um das bisherige Zahlungsverhalten eines Kreditnehmers einzuschätzen und das Risiko der Finanzierung zu bewerten. Da Baufinanzierungen meist hohe Kreditsummen und lange Laufzeiten haben, prüfen Banken vor der Vergabe sehr genau, ob die Rückzahlung langfristig realistisch ist. Eine sorgfältige Kreditwürdigkeitsprüfung ist zudem gesetzlich vorgeschrieben, etwa durch die Wohnimmobilienkreditrichtlinie.
Was sagt der SCHUFA-Score aus?
Der SCHUFA-Score basiert auf finanziellen Daten wie bestehenden Verträgen, bisherigen Krediten und Zahlungshistorien. Er wird meist als Prozentwert angegeben und zeigt, wie zuverlässig eine Person ihre finanziellen Verpflichtungen bisher erfüllt hat.
Typische SCHUFA-Score-Richtwerte bei Baufinanzierungen
| SCHUFA-Score |
Einschätzung |
| 90–100 % |
Sehr gute Bonität, gute Chancen auf günstige Konditionen |
| 80–90 % |
Gute Bonität, Finanzierung oft möglich |
| Unter 80 % |
Kritischer Bereich, Finanzierung häufig nur mit zusätzlichen Sicherheiten |
Viele Banken erwarten für eine Baufinanzierung einen SCHUFA-Score von etwa 85 Prozent oder höher.
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Wichtig: Die SCHUFA ist nicht der einzige Faktor
Neben dem SCHUFA-Score prüfen Banken weitere Kriterien, zum Beispiel:
- regelmäßiges Einkommen
- Höhe des Eigenkapitals
- bestehende Kredite und monatliche Verpflichtungen
- Wert der Immobilie
Der SCHUFA-Score beeinflusst also die Bewertung eines Immobilienkredits, entscheidet aber nicht allein über die Kreditvergabe.