Der Tempomat, in Gesetzen offiziell „Geschwindigkeitsregelanlage“ genannt, ist genau das: Ein System, das eine voreingestellte Geschwindigkeit automatisch hält.
Geschah das in früheren Jahrzehnten rein mechanisch, arbeiten heutige Tempomaten elektronisch: Nachdem Sie das System über Tasten am Lenkrad oder Lenkstock aktiviert und eingestellt haben, greift der Tempomat in die Gaspedalsteuerung ein. Dadurch passt er die Motorleistung stets so an, dass die Geschwindigkeit immer gleich bleibt – egal ob bergauf oder bergab.
Typische Funktionsmerkmale derartiger moderner Tempomaten sind:
- Geschwindigkeit speichern: Sie stellen eine Wunschgeschwindigkeit ein, die das Fahrzeug automatisch hält.
- Tempo justieren: Über Bedientasten können Sie die Geschwindigkeit schrittweise steigern oder verringern.
- Tempomat deaktivieren: Beim Bremsen, teilweise beim Kuppeln von Schaltgetrieben oder per Taste wird der Tempomat sofort ausgeschaltet.
Da schon seit längerer Zeit keine mechanische Verbindung mehr zwischen Gaspedal und Motor besteht, können heutige Tempomaten sehr einfach in die entsprechenden Schaltkreise eingreifen und integriert werden. Das ist ein zentraler Grund, warum viele Hersteller sie serienmäßig oder als Zubehör anbieten.


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Wichtig
Ein klassischer Tempomat hält lediglich eine konstante Geschwindigkeit; er regelt jedoch nicht den Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen. Solche Systeme mit Distanzregelung werden als adaptiver Tempomat oder Abstandsregeltempomat (ACC) bezeichnet und sind erheblich aufwendiger und teurer nachzurüsten, weil u.a. entsprechende Sensorik verbaut werden muss.