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Was ist wichtig beim Tempomat nachrüsten?Was muss ich beim Tempomat nachrüsten beachten?
Aktualisiert am 13.05.2026

Kann man einen Tempomat nachrüsten?

Ein Tempomat sorgt für entspannteres Fahren – vor allem auf langen Strecken. Viele moderne Autos haben die Geschwindigkeitsregelanlage bereits serienmäßig an Bord. Bei älteren Fahrzeugen fehlt diese Funktion jedoch häufig. Erfahren Sie in diesem Ratgeber, wie ein Tempomat funktioniert und worauf Sie achten sollten, wenn Sie einen Tempomat nachrüsten möchten.

Geschrieben von Stefanie WillheimGeschrieben vonStefanie WillheimKreditberaterin

Seit 2021 unterstützt die geprüfte Versicherungs- und Finanzanlagenfachfrau Stefanie Willheim smava-Kunden bei der Kreditaufnahme. Mit ihrem Blick fürs Detail ist sie eine geschätzte Ansprechpartnerin für die Ratenoptimierung der Kunden. Mit Einfühlungsvermögen und Fachwissen gleichermaßen weiß sie auf jede Kundenfrage die richtige Antwort. Als gefragte Autorin teilt sie ihr Wissen rund um das Thema Ratenkredit gerne mit den Besuchern der smava-Website.

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Leonard Haaker ist als SEO Manager im Bereich Marketing tätig und seit August 2024 im Unternehmen. Er entwickelt und schärft die SEO-Strategie, plant Keyword-Sets und Suchintents und sorgt dafür, dass Landingpages sowohl technisch als auch inhaltlich auf Suchanfragen und Nutzerbedürfnisse ausgerichtet sind. Dazu gehören die Optimierung bestehender Seiten, der Aufbau neuer Content-Hubs sowie regelmäßige Performance-Analysen, auf deren Basis Inhalte und Strukturen weiterentwickelt werden.

Das Wichtigste zu Tempomat und Nachrüsten im Überblick

  • Ein Tempomat beziehungsweise eine Geschwindigkeitsregelanlage hält automatisch die eingestellte Geschwindigkeit.
  • Viele moderne Fahrzeuge besitzen bereits serienmäßig einen Tempomat. Bei älteren Autos ist eine Nachrüstung häufig möglich.
  • Der Aufwand für die Nachrüstung hängt stark vom Fahrzeugmodell und der vorhandenen Fahrzeugelektronik ab.
  • Teilweise reicht eine Softwarefreischaltung aus, bei anderen Fahrzeugen sind zusätzliche Bauteile erforderlich.
  • Die Kosten für eine Tempomat-Nachrüstung liegen meist zwischen etwa 150 und 600 Euro, können bei aufwendigeren Umbauten jedoch deutlich höher ausfallen.
  • Wenn Sie die Nachrüstung zusammen mit weiteren Umbauten oder einem Fahrzeugkauf finanzieren möchten, kann ein Autokredit eine flexible Lösung sein.

Was ist ein Tempomat und wie funktioniert er?

Der Tempomat, in Gesetzen offiziell „Geschwindigkeitsregelanlage“ genannt, ist genau das: Ein System, das eine voreingestellte Geschwindigkeit automatisch hält.

Geschah das in früheren Jahrzehnten rein mechanisch, arbeiten heutige Tempomaten elektronisch: Nachdem Sie das System über Tasten am Lenkrad oder Lenkstock aktiviert und eingestellt haben, greift der Tempomat in die Gaspedalsteuerung ein. Dadurch passt er die Motorleistung stets so an, dass die Geschwindigkeit immer gleich bleibt – egal ob bergauf oder bergab.

Typische Funktionsmerkmale derartiger moderner Tempomaten sind:

  • Geschwindigkeit speichern: Sie stellen eine Wunschgeschwindigkeit ein, die das Fahrzeug automatisch hält.
  • Tempo justieren: Über Bedientasten können Sie die Geschwindigkeit schrittweise steigern oder verringern.
  • Tempomat deaktivieren: Beim Bremsen, teilweise beim Kuppeln von Schaltgetrieben oder per Taste wird der Tempomat sofort ausgeschaltet.

Da schon seit längerer Zeit keine mechanische Verbindung mehr zwischen Gaspedal und Motor besteht, können heutige Tempomaten sehr einfach in die entsprechenden Schaltkreise eingreifen und integriert werden. Das ist ein zentraler Grund, warum viele Hersteller sie serienmäßig oder als Zubehör anbieten.

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Wichtig
Ein klassischer Tempomat hält lediglich eine konstante Geschwindigkeit; er regelt jedoch nicht den Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen. Solche Systeme mit Distanzregelung werden als adaptiver Tempomat oder Abstandsregeltempomat (ACC) bezeichnet und sind erheblich aufwendiger und teurer nachzurüsten, weil u.a. entsprechende Sensorik verbaut werden muss.

Was bringt mir ein Tempomat?

Der Tempomat ist vor allem ein ziemlich praktisches Assistenzsystem. Denn mit den wenigen Knopfdrucken, die es zu seiner Aktivierung und Justierung braucht, kann er gleich für mehrere Dinge sorgen:

  • Sie müssen den Fuß nicht dauerhaft auf dem Gaspedal haben bzw. mit etwas Kraft darauf drücken.
  • Ebenfalls müssen Sie das Gaspedal nicht dauernd bewegen, etwa weil es bergauf oder bergab geht.
  • Viele Fahrer verändern unbewusst ständig ihre Geschwindigkeit. Ein Tempomat hält das Tempo konstant und sorgt so für eine ruhigere Fahrweise.
  • Ruhiges, gleichmäßiges Fahren verhindert unnötiges Beschleunigen und Bremsen. Dadurch kann der Kraftstoffverbrauch leicht sinken.

Ergo: Der Tempomat ist vor allem ein Komfort-Feature für lange monotone Routen, das je nach Einsatz auch noch ökonomische Vorteile entwickeln kann.
Dennoch ist der Tempomat explizit kein autonomes Fahrsystem. Auch wenn er aktiviert ist, müssen Sie jederzeit aufmerksam und bremsbereit bleiben – und dazu die Füße auf der Pedalerie belassen.

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Dass hingegen zwingend ein Automatikgetriebe verbaut sein muss, ist ein sich hartnäckig haltender Mythos
Da der Tempomat ausschließlich die dem Motor zugeführte Luft- bzw. Kraftstoffmenge reguliert, ist es völlig gleich, mit welchem Getriebe das Auto ausgestattet ist. Was allerdings stimmt, ist, dass ein Tempomat ein Automatik-Auto flexibler regeln kann, weil sich das Getriebe selbsttätig auf die Motordrehzahl anpasst. Bei einem Schaltgetriebe sind Sie selbst dafür verantwortlich, dass das Auto im passenden Gang ist, wenn Sie den Tempomat einschalten.

Wie läuft eine Tempomat-Nachrüstung ab?

Naturgemäß hängt die exakte Vorgehensweise vom jeweiligen Fahrzeugmodell ab und wie viel Aufwand für die Tempomat-Nachrüstung erforderlich ist. Ganz grob können Sie sich jedoch folgenden schematischen Ablauf vorstellen:

Stilllegen der Bordelektrik, damit spannungsfreies Arbeiten möglich ist.

Ausbau von Lenkrad und / oder Airbag, falls für das Vorgehen erforderlich (Stichwort Raum zum Arbeiten).

Freilegen der bereits vorhandenen Stecker und Anschlusselemente. Falls nicht vorhanden, nachträglicher Einbau.

Anschließen und Einbauen des Tempomat-Bedienelements – mitunter umfasst es nur den Tausch des Lenkstockhebels.

Zusammenbau aller entfernten Teile und Wiederverbinden der Bordelektrik.

Anlernen bzw. Freischalten des Tempomats im Steuergerät durch Zugriff über die OBD-2-Schnittstelle.

Probefahrt, bei der alle Funktionen des Tempomats geprüft werden (Einschalten, Justieren, automatisches Abschalten…). Nach Abschluss finaler Check, ob Fehlercodes generiert wurden.

Was kostet es, einen Tempomat nachzurüsten?

Im Idealfall muss ein Mechatroniker nur wenige Handgriffe am Auto und Laptop vollziehen, um einen Tempomat einzubauen, weil alles schon vorhanden ist. Umgekehrt kann eine solche Nachrüstung jedoch viele Stunden und Arbeit tief in der Fahrzeugelektronik bedeuten.

Soll heißen: Die Kosten für eine Tempomat-Nachrüstung hängen stark vom Fahrzeugmodell und vom technischen Aufwand ab.

Folgende Preisbereiche sind dabei Mitte der 2020er gängig:

  • 150 bis 300 Euro: Es muss lediglich das Bedienteil eingebaut und die Funktion im Steuergerät freigeschaltet werden.
  • 300 bis 600 Euro: Zusätzliche Arbeit bzw. Komponenten sind nötig; beispielsweise sind neue Leitungen zu verlegen.
  • 600 und mehr Euro: Insbesondere bei älteren Fahrzeugen, wenn umfassend zusätzliche Elektronik oder andere Elemente zu verbauen sind.

Die Kosten setzen sich dabei stets aus dem Material sowie der Arbeitszeit zusammen; teilweise gelten noch gesonderte Tarife für eine Freischaltungs- bzw. Programmierarbeiten.

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Hinweis
Ihr erster Schritt sollte stets darin bestehen, beim Fahrzeughersteller oder einem markenspezifischen Autohaus nachzufragen, ob Ihr Fahrzeugmodell bereits für einen (werksmäßigen) Tempomat vorbereitet ist.

Die wichtigsten Fragen zu Tempomat und Nachrüsten

Grundsätzlich ist das möglich, bei modernen Fahrzeugen aber meist nicht empfehlenswert. Für die Nachrüstung sind häufig Eingriffe in die Fahrzeugelektronik, den Lenkstockschalter oder sogar den Airbagbereich nötig. Zusätzlich muss der Tempomat oft per Diagnosegerät im Steuergerät freigeschaltet werden. Fehler bei der Montage können sicherheitsrelevant sein und hohe Folgekosten verursachen. Deshalb erfolgt das Tempomat Nachrüsten in vielen Fällen in einer Fachwerkstatt.

Nein. Voraussetzung ist in der Regel ein elektronisches Gaspedal, da der Tempomat die Geschwindigkeit elektronisch steuert. Bei vielen Fahrzeugen ab den frühen 2000er Jahren ist die technische Basis bereits vorhanden, sodass oft nur Bedienelemente und die Freischaltung fehlen. Ältere Fahrzeuge ohne elektronische Steuerung lassen sich dagegen meist gar nicht oder nur mit sehr hohem Aufwand nachrüsten.

Die Kosten hängen stark vom Fahrzeugmodell und dem benötigten Aufwand ab. Wenn die technische Vorbereitung bereits vorhanden ist, reicht manchmal der Austausch eines Schalters inklusive Freischaltung aus. In anderen Fällen müssen zusätzliche Kabel, Steuergeräte oder Sensoren eingebaut werden. Insgesamt bewegen sich die Kosten häufig zwischen rund 100 und 1.000 Euro.

Ja, insbesondere auf längeren Strecken mit gleichmäßiger Geschwindigkeit kann ein Tempomat den Kraftstoffverbrauch leicht reduzieren. Das System verhindert unnötiges Beschleunigen und sorgt für eine konstante Fahrweise. Im Stadtverkehr oder auf stark hügeligen Strecken fällt der Spareffekt dagegen meist gering aus oder kann sich teilweise sogar umkehren.

Ein klassischer Tempomat hält ausschließlich die eingestellte Geschwindigkeit konstant. Ein adaptiver Tempomat, häufig auch ACC genannt, erkennt zusätzlich vorausfahrende Fahrzeuge über Radar- oder Kamerasensoren. Das System passt Geschwindigkeit und Abstand automatisch an und kann bei vielen Fahrzeugen sogar selbstständig abbremsen und wieder beschleunigen.

In vielen Fällen ist keine separate Eintragung erforderlich, wenn ausschließlich originale oder zugelassene Fahrzeugteile verwendet werden. Werden jedoch individuelle Nachrüstlösungen oder nicht freigegebene Systeme verbaut, kann eine Abnahme notwendig sein. Eine Fachwerkstatt kann prüfen, welche Vorgaben für das jeweilige Fahrzeug gelten.

Bei professioneller Nachrüstung arbeitet ein Tempomat in der Regel genauso zuverlässig wie ein werksseitig verbautes System. Entscheidend ist, dass die Komponenten zum Fahrzeug passen und korrekt programmiert werden. Besonders bei Originalteilen unterscheiden sich Bedienung und Funktion oft kaum von einer serienmäßigen Ausstattung.

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