Schufa-Score verbessern: 9 Tipps, mit denen Sie Ihren Schufa-Score optimieren können

Der Schufa-Score ist wichtig, wenn ein Verbraucher einen Mobilfunkvertrag abschließen möchte, wenn z.B. Einkäufe im Internet auf Rechnung bestellt werden oder wenn eine Kreditanfrage gestellt wird. Anhand des Score-Wertes werden Rückschlüsse auf die Bonität eines Verbrauchers gezogen. D.h. der Wert entscheidet, ob z.B. Kredite vergeben werden und wirkt sich auch auf die Verzinsung dieser aus. Je besser der Score-Wert, desto niedriger sind die Zinsen.

Der Schufa-Score ist ein Wahrscheinlichkeitswert und gibt das prozentuale Risiko eines Zahlungsausfalls an. Liegt der Wert weit unter 100%, sollten Maßnahmen zur Verbesserung ergriffen werden.

Wozu der Schufa-Score da ist und was er aussagt

Obwohl häufig allgemein von einem Schufa-Score gesprochen wird, muss eigentlich zwischen zwei unterschiedlichen Score-Arten unterschieden werden. Die Auskunfteien berechnen ausgehend von den gespeicherten Daten einen sogenannten Basis-Score und mehrere branchenspezifische Score-Werte.

Den Basis-Score erhalten Verbraucher, wenn sie eine Schufa-Eigenauskunft einholen. Der Wert bezieht sich auf alle bei der Schufa gespeicherten Daten, z.B. die Anzahl vorhandener Kredite oder der Vermerk über mögliche Zahlungsausfälle.

Branchenspezifische Scores sind hingegen Werte, die die Schufa für unterschiedliche Vertragspartner ausgehend von den gespeicherten Daten berechnet. Je nach Vertragspartner können die einzelnen Score-Werte variieren, da ihnen unterschiedliche Bewertungsgrundlagen zugrunde liegen.

Grundsätzlich gilt dabei, dass der jeweilige Score-Wert nicht allein ausschlaggebend ist, ob und zu welchen Konditionen ein Vertrag zustande kommt. Jedoch fungiert der Wert in der Regel als elementare Entscheidungshilfe. Nutzen Sie deswegen unbedingt die Option den Schufa Basis-Score zu verbessern.

Wie sich der Score-Wert zusammensetzt

Was ist ein guter Schufa-Score? Bei der Berechnung des jeweiligen Scores greift die Schufa auf eine mathematisch-statistische Methode zur Berechnung der Prognose von Risikowahrscheinlichkeiten zurück. Wie genau der Score berechnet wird, ist nicht bekannt. Die Schufa analysiert alle zur Verfügung stehenden Informationen zu einer Person und vergleicht diese mit den Daten und Ausfallquoten von anderen Verbrauchern. Aus diesen Daten wird ein Wahrscheinlichkeitswert ausgerechnet, der Auskunft über die prognostizierte Wahrscheinlichkeit zur Rückzahlung gibt. Je niedriger der Wert ausfällt, desto geringer ist die von der Schufa ermittelte Rückzahlungswahrscheinlichkeit.

Obwohl der Schufa-Score nicht als alleiniges Kriterium zur Bestimmung der Kreditwürdigkeit herangezogen wird, ist davon auszugehen, dass Vertragspartner anhand dieses Wertes eine Einschätzung der Kunden vornehmen. Verbraucher, die einen Schufa-Wert unter 90% haben, können bereits Schwierigkeiten bei der Vergabe eines Kredits bekommen.

smava Tipps

Sollte Ihr Schufa-Score die 90%- Grenze erreicht haben, dann sollte Sie dringend Maßnahmen zur Verbesserung der Kreditwürdigkeit ergreifen, bevor Sie z.B. einen Kreditantrag stellen!

Schufa-Score verbessern: Wie man Informationen zum Score erhält

Verbraucher, die Ihren Schufa-Score einholen wollen, nutzen am besten die Schufa-Selbstauskunft, die nach § 34 Bundesdatenschutzgesetz jährlich kostenlos eingeholt werden kann. Den Antrag zur Übermittlung der Schufa-Daten können Sie ganz einfach ausdrucken. Achten Sie beim Ausfüllen des Formulars unbedingt darauf, das Kästchen „Aktuelle Wahrscheinlichkeitswerte“ anzukreuzen. Anderenfalls erhalten Sie zwar die über Sie gespeicherten Informationen, aber keine Auskunft zu Ihrem persönlichen Basis-Score. In der Regel schickt Ihnen die Schufa innerhalb von zwei bis drei Wochen die Eigenauskunft per Post zu.

smava Tipps

Machen Sie von Ihrem Recht Gebrauch und holen Sie einmal pro Jahr eine kostenlose Eigenauskunft ein, um die gespeicherten Daten zu überprüfen und Informationen zum Schufa-Score zu erhalten. Prüfen Sie, ob Sie Ihren Schufa-Eintrag verbessern sollten!

Wie man den Schufa-Score verbessern kann: 9 wertvolle Tipps und Tricks

Sie wollen Ihren Schufa-Score erhöhen und die Bonität verbessern? Obwohl unbekannt ist, wie der Schufa-Score und die unterschiedlichen Wahrscheinlichkeitswerte genau berechnet werden und es entsprechend keine allgemeingültige Anleitung zur Verbesserung der Wahrscheinlichkeitswerte geben kann, gibt es dennoch nützliche Tipps und Tricks, mit denen Sie Ihren Schufa-Score und ihre Bonität verbessern können. Es gilt: je mehr Einzelfaktoren überprüft und optimiert werden können, desto eher lässt sich eine „schlechte Bonität“ verbessern und umso höher ist die Wahrscheinlichkeit einer besseren Gesamteinstufung.

Sie sollten dazu am besten regelmäßig, mindestens einmal jährlich, die gespeicherten Daten und die dazugehörigen Wahrscheinlichkeitswerte kontrollieren und zur Steigerung des Schufa-Scores folgende Maßnahmen zur Optimierung umsetzen:

1.     Kündigen Sie alle überflüssigen Girokonten und Kreditkarten etc.

Offenbar wertet die Schufa eine größere Anzahl von Kreditkarten und Girokonten negativ. Oft verlangen Kreditinstitute Gebühren für Kreditkarten und die Führung von Konten, sodass es auch aus Verbrauchersicht nur sinnvoll ist, unnötige Kreditkarten und Girokonten zu kündigen. Gleichermaßen sollten Sie auch mit anderen nicht benötigten Verträgen wie doppelten Mobilfunkverträgen verfahren.

2.     Vermeiden Sie den häufigen Wechsel von Girokonten

Verbraucher, die häufig neue Girokonten abschließen und diese nur kurz nutzen, werden von Auskunfteien negativ bewertet. Viele Direktbanken bieten gebührenfreie Konten an. Wenn Sie ein solches Konto wählen, müssen Sie noch nicht einmal einen Kontowechsel vornehmen wenn Sie in eine andere Stadt ziehen sollten. Lange Vertragsbeziehungen wertet die Schufa positiv.

3.     Zahlen Sie immer pünktlich

Natürlich wird nicht direkt jede Rechnung, die verspätet gezahlt wird, bei der Schufa vermerkt. Erst nach zwei schriftlichen Mahnungen, zwischen denen mindestens vier Wochen liegen, darf ein Gläubiger die Schufa über den Zahlungsverzug informieren. Dies gilt nicht nur für Kreditraten, sondern z.B. auch für die Stromrechnung. Nutzen Sie bei regelmäßig zu leistenden Zahlungen das Lastschriftverfahren, um sich vor ungewollten Zahlungsausfällen und negativen Schufa-Einträgen zu schützen.

4.     Wählen Sie den höchstmöglichen Dispositionskredit

Häufig hinterlegen Kreditinstitute auch Überziehungskredite in der Schufa. Je höher der jeweilige Dispokredit ist, desto besser schätzt die Bank und folglich auch die Schufa die Kreditwürdigkeit eines Verbrauchers ein. Achten Sie jedoch unbedingt darauf, den Dispo nicht zu überziehen. Sollte die Bank den Dispo kündigen, wird dies definitiv negativ vermerkt.

5.     Vermeiden Sie mehrere Kreditanfragen

Sie spielen mit dem Gedanken einen Kredit aufzunehmen und möchten sich unterschiedliche Kreditangebote einholen? Achten Sie hier unbedingt darauf keine Kreditanfrage, sondern eine Kreditkonditionenanfrage zu stellen. Dem liegt zugrunde, dass die Schufa mehrere Kreditanfragen als Zeichen dafür wertet, dass ein Antragssteller Probleme hat, einen Kredit gewährt zu bekommen. Da die Einholung mehrere Anfragen jedoch in den meisten Fällen auf den Vergleich unterschiedlicher Angebote zurückzuführen ist, wurde die Kreditkonditionenanfrage eingeführt, die keine negativen Auswirkungen auf den Schufa-Score hat. Wenn Sie Kredite über smava vergleichen, wird immer nur eine Kreditkonditionenanfrage gestellt.

6.     Vermeiden Sie die Aufnahme viele Kleinkredite

Nehmen Sie nicht zu viele kleine Kredite, beispielsweise bei Versandhäusern auf. Überdenken Sie die Möglichkeit, einen größeren Kredit aufzunehmen, mit dem mehrere Anschaffungen finanziert werden können. Die Aufnahme vieler kleiner Kredite wirkt sich negativer auf den Schufa-Score aus, als der Abschluss eines größeren Kredits.

7.     Vermeiden Sie den überdurchschnittlich häufigen Wechsel des Wohnortes

Ein häufiger Wechsel des Wohnortes wirkt sich nicht besonders positiv auf den Schufa-Score aus. Viele Umzüge werden als Zeichen gewertet, die Identität zu verschleiern und das Eintreiben von Schulden unmöglich zu machen. Natürlich lassen sich Umzüge aus den unterschiedlichsten Gründen nicht vermeiden, eine gewisse Beständigkeit erhöht jedoch die Kreditwürdigkeit und verbessert das Schufa-Rating.

8.     Schützen Sie sich vor Datenmissbrauch

Seit September 2016 bietet die Schufa Verbrauchern, die schon einmal Opfer eines Identitätsdiebstahls geworden sind, die Möglichkeit, Datenmissbrauch bei der Schufa zu melden und sich vor einem künftigen Betrug zu schützen. Durch die Speicherung der Information können sich Händler direkt an Verbraucher wenden und Bestellungen verifizieren lassen.

9.     Lassen Sie fehlerhafte Informationen direkt korrigieren

Wenn Ihnen bei der Durchsicht Ihrer Schufa-Selbstauskunft Fehler aufgefallen sind, sollten Sie unverzüglich den entsprechenden Schufa-Eintrag löschen lassen oder eine Korrektur veranlassen. Unternehmen sind dazu verpflichtet, Änderungen, z.B. wenn ein Kunde einer Forderung nachkommen konnte, der Schufa innerhalb eines Monats zu melden. Zum Teil werden die Informationen jedoch nicht rechtzeitig oder fehlerhaft aktualisiert.

Wie lange dauert es, bis der Schufa-Score steigt?

Wer seinen Schufa-Score verbessern möchte, darf nicht von heute auf morgen beste Ergebnisse

erwarten. Bis fehlerhafte Einträge tatsächlich gestrichen werden vergeht manchmal etwas Zeit. Außerdem lassen sich nicht alle unnötigen Verträge, von denen sich Verbraucher möglicherweise trennen möchten, direkt kündigen. Oft laufen Verträge noch über einen gewissen Zeitraum weiter.

Da der Basis-Score der Schufa nur alle drei Monate neu berechnet und entsprechend frühestens im nächsten Quartal aktualisiert wird, lassen sich Veränderungen des Schufa-Scores generell nur mit etwas zeitlichem Abstand erkennen. Langfristig gesehen werden Sie aber merken, dass die Beachtung bestimmter Tipps und Tricks dafür sorgt, dass sich der Schufa-Score erhöht.