Unter den 230-Volt-Haushaltssystemen ist auch ein hochwertiges Balkonkraftwerk immer noch eine Kleinanlage. Aktuell dürfen Sie nicht mehr als 800 Watt einspeisen – daher sind die Wechselrichter standardmäßig auf diesen Wert limitiert.
Das bedeutet folgende typischen Fakten:
- Pro Jahr können Sie je nach Standort und Ausrichtung etwa 300 bis 800 Kilowattstunden (kWh) erzeugen.
- Zum Vergleich: Ein Single-Haushalt (Wohnung) verbraucht jährlich zwischen zirka 1.200 und 1.800 kWh.
- Allerdings beträgt in vielen Haushalten die Grundlast (das, was dauerhaft läuft) etwa 400 bis 1.300 kWh pro Jahr.
Das bedeutet für Sie: Ein Balkonkraftwerk ist vielleicht keine Lösung, um Ihre häuslichen Großverbraucher mit Solarstrom zu betreiben oder gar ein E-Auto zu laden. Aber es ist ein wirklich großartiges Konzept, um damit die vielen kleinen Dauerverbraucher zu versorgen – Kühlschrank, Router, Radiowecker, Geräte auf Standby usw. Also das, was in vielen Haushalten, aufs Jahr gerechnet, überraschend viel verbraucht.
Da diese Verbräuche pro Tag und Stunde nur recht gering sind, macht es zudem nichts aus, dass ein Balkonkraftwerk rechnerisch nur 0,8 kWh in einer Stunde produzieren kann – unter Optimalbedingungen. Das ist vielfach mehr als die Grundlast im selben Zeitraum beträgt.
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Zusammengefast
Unter Einbeziehung der wetter- und jahreszeitlich bedingten Erzeugungsdifferenzen können Sie damit rechnen, mit einem gut ausgerichteten Balkonkraftwerk zirka 30 bis 80 Prozent ihrer alljährlichen Grundlast abdecken zu können – wobei es zumindest im Hochsommer deutlich mehr sein dürften.