Checkliste Autokauf: Darauf kommt es an

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Auf dem Parkplatz steht er: genau der Wagen – in exakt der Farbe, die es sein soll. Die Motorvariante ist ebenfalls die richtige und über den Preis kann man mit dem Verkäufer offenbar auch reden.

Auf den ersten Blick sieht alles super aus – doch täuscht der Eindruck?

Das wichtigste für den Autokauf: Worauf achten die Profis? Gehen Sie die Checkliste durch und prüfen Sie, ob vor Ihnen ein kleiner Traum oder ein versteckter Albtraum steht.


In diesem Beitrag lesen Sie:

  • Checkliste Autokauf: der Wagen von außen
  • Checkliste Autokauf: der Wagen von innen
  • Checkliste Autokauf: Motor, Getriebe und Bremsen
  • Checkliste Autokauf: die Unterlagen

 

Am Ende des Artikels finden Sie außerdem die smava-Autokauf-Checkliste zum Ausdrucken und mitnehmen – der praktische Autokauf-Ratgeber für die Hosentasche.

Checkliste Autokauf: der Wagen von außen

Neuwagen kaufen

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Wenn der Lack glänzt, ist dieses nicht unbedingt ein Zeichen für einen gepflegten Wagen, denn einen Lack auf Hochglanz zu bringen, ist kein Problem, wenn die Beschichtung in Ordnung ist. Lassen Sie sich hier nicht täuschen.

Achten Sie vielmehr auf z. B. die Spaltmaße, also die Abstände zwischen zwei Bauteilen, beispielsweise zwischen Motorhaube und Kotflügel oder zwischen Tür und Mittelachse. Sind die Abstände hier nicht gleich bzw. in irgendeiner Form ungewöhnlich, kann dieses ein Zeichen für einen Unfall sein.

Ein Hinweis auf einen früheren Schaden sind außerdem Farbunterschiede beim Lack: Ist z. B. die Motorhaube deutlich dunkler als die übrige Karosserie? Oder der Kotflügel als die übrigen Bauteile? Dann wurde womöglich nach-lackiert oder ein Teil wie z. B. die Motorhaube oder Kofferraumdeckel ausgetauscht.

Halten Sie außerdem nach Roststellen Ausschau, die sich besonders gerne an Kanten und Übergängen sowie in den Radkästen verstecken.

Die Reifen sind gerade bei günstigen Fahrzeugen wichtig, denn müssen diese ausgetauscht werden, nehmen diese Kosten einen beachtlichen Teil der Gesamtsumme ein. Achten Sie zudem darauf, welcher Reifen-Typ aufgezogen ist, denn handelt es sich um Winterreifen, muss im Sommer unbedingt ein neuer Satz her. Dieses ist gerade für Fahranfänger, die häufiger ein günstiges Gebraucht-Fahrzeug wählen, ein wichtiger Autokauf-Tipp.

Es mag zunächst banal klingen, doch sollte man außerdem nicht vergessen, sämtliche Leuchten zu prüfen. Denn wenn eine Bremsleuchte nicht funktioniert, kann dieses viele Ursachen haben – mitunter auch recht kostspielige, wie zum Beispiel ein defekter Kabelbaum. Der Austausch einer Glühbirne ist hingegen kein Problem und kann sogar problemlos bei der Probefahrt erledigt werden.

 

Checkliste Autokauf: der Wagen von innen

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Beim Fahrzeug-Inneren ist ebenfalls ein „Adlerauge“ gefragt, um möglichen Unstimmigkeiten auf die Schliche zu kommen. Denn wenn man hier die Verschleißerscheinungen mit dem angegebenen Kilometerstand vergleicht, bekommt man womöglich einer Tacho-Manipulation auf die Spur.

Achten Sie auf den Verschleiß bei z. B.:

  • Lenkrad
  • Schalthebel
  • Polster des Fahrersitzes
  • Fußmatte beim Fahrer

Sind deutliche Gebrauchsspuren zu erkennen und zeigt der Tacho im Vergleich einen bemerkenswert niedrigen Kilometerstand, sollten Sie genauer beim Verkäufer nachfragen und im Zweifelsfall von einem Kauf absehen.

Autokauf-Checkliste: Motor, Getriebe und Bremsen

Das Autoradio gehört bei einigen Fahrzeugen zum absoluten Highlight, doch sollte dieses während der Probefahrt unbedingt ausgeschaltet bleiben. Denn viel wichtiger als ein knackiger Sound aus den Lautsprechern sind mögliche Störgeräusche aus dem Motorraum.

Gerade unerfahrene Autofahrer und -käufer, denen ein Blick unter die Motorhaube nicht weiterhilft, sollten hier gut hinhören, denn wenn es ungewöhnliche Geräusche gibt, kann dieses auf ein Motor- oder Getriebeproblem hindeuten. Sprechen Sie in so einem Fall den Verkäufer direkt darauf an.

Autokauf-Checkliste: die Unterlagen

Behalten Sie einen der wichtigsten Autokauf-Tipps im Hinterkopf: Mängel an sich sind nicht verwerflich – solange der Verkäufe diese offen und ehrlich mitteilt und man nicht befürchten muss, dass etwas verschwiegen wird. Wenn man den Eindruck hat, dass der Verkäufer mit offenen Karten spielt, ist dieses immer ein gutes Zeichen und eine solide Basis für die weitere „Fehlersuche“ und für eine faire Preisverhandlung.

Im Zweifelsfall bitten Sie den Verkäufer um Erlaubnis, den Wagen bei einer Werkstatt vorführen zu dürfen – auch dann, wenn es sich bei dem Verkäufer um einen Händler mit eigener Werkstatt handelt. Dies kann man mit gutem Gewissen erfragen, denn selbst erfahrene Käufer, die keine Autokauf-Beratung mehr nötig haben, haben ohne Hebebühne und anderes Werkstatt-Equipment kaum eine Möglichkeit, die wichtigsten Fehlerquellen zu überprüfen.

Die Kosten für den Werkstattbesuch müssen Sie allerdings selbst tragen, sodass sich dieser Schritt nur dann lohnt, wenn Sie sich bis auf die Frage nach möglichen Defekten sicher sind, dass der Wagen Ihnen gefällt und ein Erwerb infrage kommt.


Die Autokauf-Beratung für die Hosentasche: Werfen Sie einen Blick auf die smava-Autokauf-Checkliste zum Ausdrucken und mitnehmen.

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