Wenn Ihr Kreditantrag abgelehnt wurde, stehen auf dem Ablehnungsschreiben – wenn überhaupt – nur sehr allgemein gehaltene Gründe. Etwa
- „Bonitätsprüfung nicht ausreichend“,
- „Interne Kriterien nicht erfüllt“ oder
- „Kreditentscheidung negativ ausgefallen“.
Solche Sätze haben oft keinerlei Informationsgehalt für Sie. Als ersten Schritt nach einer Ablehnung sollten Sie sich deshalb ruhig postwendend an das Kreditinstitut wenden und direkt nachfragen, warum Ihr Antrag durchfiel.
Zwar sollten Sie dabei nicht zu viel erwarten – Banken wollen nicht durch zu detaillierte Angaben interne Bewertungsmodelle offenlegen und keine rechtlich angreifbaren Aussagen tätigen. Außerdem gibt es schlichtweg oft nicht „den einen“ Ablehnungsgrund.
Dennoch: Ein unumwundenes „Warum?“ kann Ihnen zumindest eine grobe Einschätzung liefern, woran es haperte. Selbst wenn die Antwort nicht sehr detailliert ausfällt, liefert sie wichtige Hinweise für den nächsten Versuch. Allerdings sollten Sie sich nicht allein auf die Bankaussage stützen, sondern die Ursache weiter eingrenzen:
- Holen Sie eine SCHUFA-Selbstauskunft ein und prüfen Sie, ob es darin falsche oder veraltete Angaben gibt – und bestehen Sie auf sofortiger Löschung.
- Nehmen Sie sich den Antrag und Ihre Unterlagen nochmals vor: Stimmen alle Zahlen? Ist alles vollständig? Gibt es Lücken, Zahlendreher oder Sonstiges?
- Führen Sie eine eigene Haushaltsrechnung durch. Bleiben nach Abzug aller Ausgaben wenigstens zirka 60 Prozent Puffer?
Gerade bei Privatpersonen sind es oft keine großen Probleme, sondern kleinere Punkte: Zu hoher Dispokredit, zu ambitionierte Ratenhöhe, alte Konten oder schlichtweg allzu menschliche Tippfehler.