Dachboden ausbauen: Kosten im Überblick

Mit Dämmung oder ohne? Kleines oder großes Fenster – oder keines? Soll es einen Wasseranschluss oder sogar ein ganzes Bad geben?

Die Kosten fürs Dachboden ausbauen pauschal zu beziffern, ist nicht möglich, da zu viele Faktoren eine Rolle spielen. Um aber dennoch abschätzen zu können, was auf Sie zukommen kann, werden im Folgenden die wichtigsten Kostenfaktoren aufgezeigt.

Dachboden ausbauen: Kosten realistisch einschätzen

Foto: fotolia.com

Um den groben finanziellen Aufwand abschätzen zu können, gilt es den Material- und Arbeitszeitbedarf für den Dachbodenausbau zumindest grob zu ermitteln. Zudem sollten Sie sich überlegen, für welche Arbeiten ein Unternehmen beauftragt werden soll.

Konkret kann dieses bedeuten:

Bei vielen Dachböden wird zunächst eine Wärmedämmung benötigt, die einen Aufenthalt zu allen Jahreszeiten ermöglicht. Um den aktuellen Bestimmungen zu entsprechen, ist hier eine Investition in das Material von etwa 100 bis 150 Euro pro Quadratmeter Dachfläche nötig. Wer eine Firma beauftragt, muss hier die Arbeitsstunden drauf rechnen.

Der Einbau eines Fensters ist meistens ebenfalls nötig und schlägt mit reinen Materialkosten von etwa 300 Euro für ein kleines Fenster bis hin zu ca. 2000 bis 3000 Euro für ein großes, gut isoliertes Fenster zu buche.

Heizkörper sind mit etwa 50 bis 150 Euro zwar deutlich günstiger, müssen allerdings auch mit entsprechenden Rohrleitungen versehen werden. Hier kann mit ganz groben 200 bis 500 Euro zusätzlich gerechnet werden. Für den Elektriker, der Steckdosen und Lichtschalter anbringt und mit entsprechenden Leitungen versieht, kann man etwa 150 bis 250 Euro einplanen.

Foto: fotolia.com

Wer auf die Unterstützung von Handwerkern verzichtet, sollte die vielen Kleinigkeiten nicht vergessen, wie zum Beispiel Schrauben, Nägel und Spachtelmasse. In den meisten Fällen kommen Wandfarbe und Holzplatten für die Verkleidung hinzu.

Ggf. kommen noch Gebühren für eine Baugenehmigung auf die Rechnung.

Kosten Dachboden ausbauen: Die Baugenehmigung

Grundsätzlich gilt: Sämtliche Umbaumaßnahmen, die die Neigung des Dachs oder die Grundfläche verändern, müssen genehmigt werden. Diese ist zum Beispiel bei der Einrichtung einer Terrasse der Fall. Hier kommt zudem eine s. g. Nutzungsänderung zur Geltung, die in jedem Fall genehmigungspflichtig ist.

Bleibt hingegen der bauliche Charakter des Hauses unangetastet, was zum Beispiel beim Einbau bzw. dem Austausch von Fenstern meistens der Fall ist, bleibt einem der Gang zur Behörde erspart.

Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte zumindest mündlich bzw. telefonisch Rücksprache mit dem Bauamt gehalten werden.