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Aktualisiert am 11.06.2026

Wie saniere ich eine Wohnung?

Wenn Sie eine Wohnung besitzen, kommt diese irgendwann in Sachen Bausubstanz in die Jahre. Dann kann eine Sanierung der einzig logische Schritt sein – ist aber bei einer Wohnung anders gelagert als bei einem ganzen Haus. Lesen Sie daher jetzt, was Sie als Wohnungsbesitzer wie machen können und sollten – und wo die Grenzen liegen.

Stefanie Wilheim: Kreditberaterin und Autorin bei smavaGeschrieben von Stefanie WillheimStefanie Wilheim: Kreditberaterin und Autorin bei smavaGeschrieben vonStefanie WillheimKreditberaterin

Seit 2021 unterstützt die geprüfte Versicherungs- und Finanzanlagenfachfrau Stefanie Willheim smava-Kunden bei der Kreditaufnahme. Mit ihrem Blick fürs Detail ist sie eine geschätzte Ansprechpartnerin für die Ratenoptimierung der Kunden. Mit Einfühlungsvermögen und Fachwissen gleichermaßen weiß sie auf jede Kundenfrage die richtige Antwort. Als gefragte Autorin teilt sie ihr Wissen rund um das Thema Ratenkredit gerne mit den Besuchern der smava-Website.

Geprüft von Leonard HaakerGeprüft vonLeonard HaakerSEO Manager

Leonard Haaker ist als SEO Manager im Bereich Marketing tätig und seit August 2024 im Unternehmen. Er entwickelt und schärft die SEO-Strategie, plant Keyword-Sets und Suchintents und sorgt dafür, dass Landingpages sowohl technisch als auch inhaltlich auf Suchanfragen und Nutzerbedürfnisse ausgerichtet sind. Dazu gehören die Optimierung bestehender Seiten, der Aufbau neuer Content-Hubs sowie regelmäßige Performance-Analysen, auf deren Basis Inhalte und Strukturen weiterentwickelt werden.

Das Wichtigste zum Thema Wohnung sanieren im Überblick

  • Sanieren, modernisieren und renovieren beschreiben unterschiedliche Maßnahmen: Eine Sanierung beseitigt Schäden, eine Modernisierung verbessert Technik oder Wohnkomfort und eine Renovierung betrifft vor allem die Optik.
  • Die richtige Reihenfolge ist entscheidend: Zunächst sollte die Bausubstanz geprüft und gesichert werden. Danach folgen technische und energetische Maßnahmen. Optische Arbeiten kommen erst zum Schluss.
  • Eine gründliche Bestandsaufnahme kann hohe Zusatzkosten vermeiden. Insbesondere in älteren Wohnungen treten häufig versteckte Schäden oder veraltete Leitungen zutage.
  • Viele Sanierungsmaßnahmen hängen zusammen. Wer beispielsweise Leitungen erneuert, muss häufig auch Wände öffnen und anschließend neu gestalten. Deshalb lohnt sich eine ganzheitliche Planung.
  • Der Kredit sollte frühzeitig geklärt werden. Je nach Umfang der Arbeiten kommen Modernisierungskredite, Sanierungskredite oder andere Finanzierungsformen infrage.
  • Wohnungssanierungen können in Eigentumswohnungen zusätzliche Abstimmungen mit der Eigentümergemeinschaft erforderlich machen, insbesondere wenn Gemeinschaftseigentum betroffen ist.

Was bedeutet es eigentlich, eine Wohnung zu sanieren?

Im Alltag wird vieles als „Sanierung“ bezeichnet, was an einer Wohnung verbessert wird. Fachlich ist der Begriff jedoch glasklar definiert und von ähnlichen Maßnahmen zu unterscheiden:

  • Sanierung: Beseitigung von Schäden an der Bausubstanz (z.B. Feuchtigkeit, marode Träger)
  • Modernisierung: Verbesserung von Technik oder Komfort (z.B. neue Heizung, bessere Elektrik)
  • Renovierung: Optische Maßnahmen (z.B. Streichen, Tapezieren, neue Böden)

Etwas abseits dieser Gliederung steht die energetische Sanierung. Sie Sie senkt Energieverbrauch und / oder Emissionen der Wohnung und trägt in der Praxis sowohl Merkmale einer Sanierung als auch einer Modernisierung.

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Hinweis
In der Praxis laufen diese Maßnahmen fast immer zusammen. Wer eine Wohnung umfassend überarbeitet, saniert, modernisiert und renoviert meist in einem Zug.

Was darf ich bei einer Wohnung überhaupt selbst sanieren – und wo brauche ich Zustimmung?

Sanierungsmaßnahmen greifen tief in die Gebäudesubstanz ein. Als Mieter haben Sie daher in der Praxis kaum Chancen, selbst sanierend tätig zu werden – das ist Sache des Eigentümers bzw. Vermieters. Anders hingegen, wenn es sich um Ihre Eigentumswohnung handelt. Dann haben Sie erheblich mehr Freiheiten, sind aber gleichzeitig dennoch in mehrerer Hinsicht limitierter als ein sanierender Hausbesitzer.

Der Grund: Eine Wohnung ist kein komplett eigenständiges Objekt, sondern Teil eines größeren Gebäudes. Das hat direkte Auswirkungen auf Ihre Sanierungsmöglichkeiten.

Grundsätzlich gilt:

  • Alles innerhalb Ihrer Wohnung (z.B. Böden, Wände, nicht tragende Elemente…) können Sie meist frei gestalten.
  • Alles, was das Gemeinschaftseigentum betrifft (tragende Wände, Fassade & Fenster, Dach, Leitungen usw.), ist zustimmungspflichtig durch die Eigentümergemeinschaft.

Das bedeutet konkret: Viele Maßnahmen, die man intuitiv zur „Wohnungssanierung“ zählt, betreffen in Wirklichkeit das gesamte Gebäude und liegen deshalb außerhalb Ihrer alleinigen Entscheidungsbefugnis.

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Hinweis
Aufgrund der rechtlichen sowie technischen Komplexität und der Tatsache, dass viele Sanierungsarbeiten die restlichen Gebäudebewohner durchaus beeinträchtigen können, empfehlen wir dringend, die gesamte Wohnungssanierung in engster Abstimmung mit der Eigentümergemeinschaft zu planen. Das heißt, diese von Anfang an mit einzubeziehen.

Welche Sanierungsmaßnahmen machen in einer Wohnung wirklich Sinn und welche nicht?

So nötig oder sinnvoll sie auch sein mögen: Längst nicht alle möglichen Sanierungsmaßnahmen machen isoliert für eine einzige Wohnung Sinn – selbst dann nicht, wenn die Eigentümergemeinschaft zugestimmt hat.

Einige Beispiele dazu aus der Praxis:

  • Wenn Dach und Fassade schlecht gedämmt sind, müssten Sie theoretisch ihre ganze Wohnung (inklusive Decken) mit einer Innenwanddämmung auskleiden; andernfalls hätten Sie Wärmeverluste zu den Nachbarwohnungen.
  • Ebenfalls, wenn die Fassade schlecht gedämmt ist, können Sie nicht einfach hochdämmende Fenster einsetzen, weil Wand und Fenster ähnliche Wärmedurchgangswerte haben müssen – sonst drohen Schimmelprobleme
  • Ihre Versorgungsleitungen in der Wohnung zu erneuern, kann wenig bringen, wenn diese dennoch zwangsläufig an ein das ganze Stockwerk oder gar Haus betreffende Alt-System angeschlossen werden müssen.

Aus diesem Grund sollten Sie die Sanierung nicht nur im Kontext Ihrer Wohnung denken, sondern der des gesamten Gebäudes. Lassen Sie sich außerdem im Zweifelsfall durch Experten beraten, was für Ihre Wohnung allein wirklich sinnvoll ist und wo es schlimmstenfalls rausgeworfenes Geld wäre.

Wie gehe ich bei einer Wohnungssanierung sinnvoll vor?

Gerade weil eine Wohnungssanierung ein solcher „Drahtseilakt“ sein kann, sollten Sie unbedingt eine stringente Vorgehensweise wählen. Folgende Reihenfolge hat sich bereits zahllose Male bewährt:

  • Gibt es Schäden oder veraltete Technik?
  • Welche Maßnahmen sind zwingend notwendig?

Gerade bei älteren Wohnungen empfiehlt sich ein Blick durch einen Sachverständigen.

  • Was muss sofort gemacht werden?
  • Was verbessert Komfort, kann aber warten?

Nicht alles muss gleichzeitig passieren – aber manches sollte.

  • Welche Maßnahmen betreffen Gemeinschaftseigentum?
  • Welche Genehmigungen sind nötig?

Dieser Schritt entscheidet oft über Zeitplan und Machbarkeit.

  • Mehrere Angebote vergleichen
  • Fördermittel prüfen

Das günstigste Angebot ist nicht automatisch das beste.

  • Eigenmittel auflisten
  • Kredit und Fördermittel beantragen

Immer erst eine Zusage abwarten, dann einen Auftrag vergeben.

  • Reihenfolge der Gewerke festlegen
  • Zeitpuffer einplanen

Gute Planung spart hier am meisten Geld.

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Hinweis
Naturgemäß hängen die Kosten einer Wohnungssanierung vollständig vom Umfang ab und sind daher enorm heterogen. Entscheidend sind dabei Wohnungsgröße, Ist-Zustand sowie gewünschter Zustand. Selbst für eine kleinere Sanierung können Sie Mitte der 2020er Jahre aber mit deutlich fünfstelligen Beträgen kalkulieren. Je älter die Wohnung ist, desto mehr Puffer sollten Sie zudem einplanen – weil es erfahrungsgemäß viele Überraschungen geben wird.

Wie kann ich eine Wohnungssanierung finanzieren?

Neben den bereits angesprochenen Fördermitteln, die Sie unbedingt „mitnehmen“ sollten, bieten sich vor allem folgende Finanzprodukte aus der freien Kreditwirtschaft für die Sanierung an – je nach Umfang:

  • Ratenkredit: Für kleinere bis mittlere Maßnahmen
  • Modernisierungs- oder Baufinanzierung: Bei größeren Projekten (inkl. Grundbucheintrag)
  • Bausparvertrag: Langfristige Lösung, wenn Zeit zum Ansparen bleibt

Häufige Fragen zum Thema Wohnung sanieren

Nein. Maßnahmen innerhalb Ihres Sondereigentums können Sie meist selbst planen und umsetzen. Dazu zählen zum Beispiel neue Bodenbeläge, Malerarbeiten oder der Austausch der Innentüren. Sobald jedoch Gemeinschaftseigentum betroffen ist, benötigen Sie in der Regel die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft. Das gilt etwa für Fenster, tragende Wände, die Fassade, das Dach oder zentrale Leitungen.

Sanieren Sie Ihre Wohnung am besten von grundlegend zu sichtbar. Zuerst prüfen Sie Bausubstanz, Feuchtigkeit, Leitungen und Elektrik. Danach folgen Bad, Küche, Heizung oder energetische Maßnahmen innerhalb der Wohnung. Erst zum Schluss kommen Böden, Wände, Türen und andere Oberflächen. So vermeiden Sie, dass frisch renovierte Bereiche später wieder geöffnet oder beschädigt werden.

Ja. Je nach Maßnahme gelten technische, baurechtliche oder energetische Vorgaben. Besonders relevant wird das, wenn Sie Heizung, Dämmung, Fenster, Leitungen oder tragende Bauteile verändern. In einer Eigentumswohnung kommt hinzu, dass viele dieser Bereiche zum Gemeinschaftseigentum gehören. Prüfen Sie daher vor größeren Arbeiten die Teilungserklärung, die Hausordnung und mögliche Beschlüsse der Eigentümergemeinschaft.

Ja, eine Wohnungssanierung lohnt sich in vielen Fällen. Neue Böden, ein modernes Bad, eine zeitgemäße Elektroinstallation oder eine bessere Raumaufteilung erhöhen den Wohnkomfort und können den Wert der Immobilie steigern. Grenzen gibt es jedoch bei Maßnahmen, die das gesamte Gebäude betreffen. Eine energetische Sanierung entfaltet ihre volle Wirkung meist erst, wenn auch Fassade, Dach, Fenster oder Heizsystem gemeinsam betrachtet werden.

Die Kosten hängen stark vom Zustand der Wohnung, der Wohnfläche und dem Umfang der Arbeiten ab. Kleinere Schönheitsreparaturen sind deutlich günstiger als eine umfassende Sanierung mit Bad, Elektrik, Leitungen und neuen Böden. Planen Sie deshalb zuerst alle notwendigen Maßnahmen, holen Sie mehrere Angebote ein und kalkulieren Sie einen finanziellen Puffer ein. So erkennen Sie früh, ob Eigenkapital ausreicht oder eine Finanzierung sinnvoll ist.

Sanierungskosten sicher planen

Ob neues Bad, moderne Elektrik oder frische Böden: Eine Wohnungssanierung lässt sich besser umsetzen, wenn die Finanzierung vorher klar geregelt ist. Prüfen Sie jetzt, welcher Kredit zu Ihrem Vorhaben passt, und schaffen Sie die Grundlage für eine planbare Sanierung.

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