Sie wissen nach dieser Haushaltsrechnung detailliert, welche Rate Sie sich realistisch leisten können. Damit können Sie nun beginnen, die eigentliche Kreditsumme zu ermitteln.
Dabei gilt die Grundregel: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.
Also genug, um Ihr Vorhaben sauber zu finanzieren und keine Nachfinanzierung zu benötigen, aber auch nicht so viel, dass der Kredit unnötig hoch und somit teuer wird. Ermitteln Sie dazu folgende Daten:
- Die Kosten des eigentlichen Vorhabens.
- Etwaige Zusatzkosten, etwa Lieferung, Montage, Zulassung und dergleichen.
Das ist sozusagen Ihr „Netto-Kreditbedarf“. Es wäre jedoch verfehlt, diesen Betrag zu runden und nur das zu leihen – das funktioniert nur bei im Vorfeld klar kalkulierten Anschaffungspreisen. Wo der Endbetrag nicht so konkret feststeht, wäre es vermessen. Denn zwar ist es möglich, einen Kredit aufzustocken. Das ist jedoch unnötig komplex und mit Arbeit verbunden – und kann teuer werden.


Erheblich einfacher ist es, auf den Netto-Kreditbetrag 10 bis 15 Prozent Puffer aufzuschlagen und beim Kreditabschluss auf kostenlose Sondertilgungen zu achten. Das vermeidet Nachfinanzierungen, macht den Kredit aber trotzdem nicht teurer, weil das, was Sie am Ende nicht benötigt haben, einfach durch die Sondertilgung zurückgezahlt werden kann.
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Hinweis
Bedenken Sie bei der Kalkulation, dass Banken typischerweise für jeden Kreditbetrag eine maximale Höchstlaufzeit definieren – und damit eine Mindestrate, die nicht unterschritten werden kann. Diese Werte variieren von Institut zu Institut und sollten von Ihnen im Zweifel vorher erfragt werden.